KW6: EU führt Updatepflicht für digitale Geräte ein, Zeiss arbeitet an smartem Glas, Smart-Home-Sicherheit lässt zu wünschen übrig

NACHRICHTEN

EU führt Updatepflicht für digitale Geräte ein: Die Europäische Kommission und das europäische Parlament haben sich gemeinsam auf neue Richtlinien und Rechte für Kunden im Zusammenhang mit digitalen Geräten geeinigt. Demnach sollen Kunden von digitalen Geräten künftig das Recht haben, dass ihre Geräte über einen bestimmten Zeitraum mit Updates versorgt werden. Dies soll sich insbesondere an Inhaber von Smart-Home Geräten richten. Auch Hersteller von Smartphones, Smartwatches und Fernseher werden von dieser Regel betroffen sein. Die Regelung gilt unabhängig davon, ob ein Gerät online oder im Store gekauft wurde. Die Neuerung könnte ähnliche Veränderungen mit sich bringen wie die Datenschutz-Grundverordnung, welche bereits einen globalen Sicherheitsstandard für Datenschutz geschaffen hat. Die Updatepflicht dürfte auch außerhalb von Europas zu spüren sein – der europäische Markt ist der zweitgrößte der Welt. Es ist wahrscheinlich, dass Updates dann auch weltweit regelmäßig bereit gestellt werden.
notebookcheck.com

Zeiss arbeitet an smartem Glas: Der Optik-Spezialist Zeiss arbeitet an einer neuen Technologie, mit der sich transparentes Glas oder Kunststoffe als großflächige Displays mitsamt Gestenerkennung oder Eyetracking nutzen lassen. Dazu sollen “mikrostrukturierte Optiken” in transparentes Plastik oder Glas eingelassen werden, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind. Die möglichen Einsatzfelder sind zahlreich und reichen von interaktiven Informationspanelen in Flughäfen bis hin zu Anwendungen in der Medizin. Die Technik soll gleichzeitig beleuchten, erkennen, filtern und projizieren, wie Dr. Alexandre Gatto vom Zeiss-Bereich für Mikrostrukturierte Optik erklärt. Was vor zehn Jahren in Filmen noch als Science-Fiction zu sehen war, könnte demnach schon bald Realität werden.
com-magazin.de

Google-Home-Lautsprecher jetzt multilingual: Der Google Assistant kann nun auch in 25 Sprachen übersetzen. Hierzulande ist es lediglich das Google Home-Gerät, welches als Vermittler zwischen verschiedenen Sprachen fungieren kann. Der Dolmetscherbetrieb kann aktiviert werden, indem man verschiedene Sätze wie “ich brauche einen Englischübersetzer” oder “aktiviere den Dolmetschermodus” sagt. Im Test stellte sich heraus, dass man es lieber bei einfachen Sätzen belassen sollte, bei komplizierteren Satzgebilden ist Google Home schnell überfordert. Um den Dolmetschermodus wieder zu beenden reicht es, “stopp” oder “beenden” zu sagen. Google listet nicht auf, welche Drittanbieter-Lautsprecher unterstützt werden. Bei Amazons Alexa gibt es einen solchen Dolmetschermodus bereits länger. Diese funktionieren nur auf den Amazon-eigenen Echo-Geräten.
golem.de

Roboter bereitet heiße Käsesandwiches zu: Die Idee eines Teams aus Studenten der Carnegie Melon University im US-amerikanischen Pittsburgh lässt den Traum vieler Käsefans nun zu einer Realität werden. Der sogenannte “Cheeseborg” bereitet völlig automatisiert heiße Käsesandwiches zu. Dank möglicher Integration in bestehende Smart Home-Systeme kann man auch per Sprachbefehl das gewünschte Käsesandwich ordern, welches dann in einer automatisierten Fertigungsstrecke zubereitet wird. Die Motoren der verschiedenen mechanischen Systeme werden von dem Arduino Mega Mikrocontroller gesteuert. Außerdem ist der Einplatinenrechner Raspberry Pi 3B verbaut. Die Idee der automatisierten Snackzubereitung ist nicht ganz neu – Schon im letzten Jahr stellte ein Australier einen 3D-Drucker für Hotdogs vor.
heise.de

Innogy: Smart Home Zentrale in der zweiten Generation connect.de
Phillips Wakeup Light: Lichtwecker mit App-Steuerung housecontrollers.de
Apple HomePod: In den USA weit abgeschlagen apfelpage.de
Amazon Alexa: Neue API für Babyüberwachung notebookcheck.com
Intelligente Fensterkontakte: Das Allround-Werkzeug im Smart Home inside-handy.de

ZAHL DER WOCHE

Rund 2,5 Milliarden Menschen weltweit besitzen ein Smartphone. Doppelt so viele Menschen besitzen ein Handy, welches keine smarten Funktionen hat. Das Ranking wird angeführt von Südkorea: Dort haben 95 Prozent der Menschen ein Smartphone. Am Ende der Liste finden sich Russland und Griechenland. Hierzulande nutzen rund 76 Prozent der Bürger ein Smartphone. Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich auf Platz Acht.
handelsblatt.com

HINTERGRUND

Smart Home-Sicherheit lässt zu wünschen übrig: Um die Sicherheit im Smart Home ist es nicht gut bestellt. Während die Anzahl an vernetzten, smarten Geräten weltweit rasant anwächst, werden die erforderlichen Sicherheitsstandards nur selten umgesetzt oder beachtet. Zwar gibt es schon regulatorische Rahmen, doch immer wieder machen Geräte der verschiedensten Hersteller durch Sicherheitsmängel auf sich aufmerksam. Erst kürzlich stellte sich heraus, dass smarte Birnen selbst dann noch die WLAN-Passwörter ihres Besitzers verraten, als sie längst im Mülleimer auf ihre Entsorgung warteten. Lampenhersteller wie LIFX, Xiaomi, Tuya und WIZ sollen betroffen sein. Sicherheits-Experte Maik Morgenstern von AV-Test rät, auf Sicherheitslabels zu achten. AV-Test bietet einen solchen Test auf freiwilliger Basis an. Produkte, die als “geprüftes Smart Home Produkt” gekennzeichnet wurden, sind bedenkenloser. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt zahlreiche Sicherheitstipps.
androidpit.de

Was es in der Aufrüstung von Altbauten zum Smart-Home zu beachten gibt: Altbauwohnungen sind nach wie vor heiß begehrt. Wer seinen Altbau zum Smart-Home aufrüsten will, sollte einige Dinge beachten, damit der technische Sprung ins aktuelle Jahrhundert reibungslos funktioniert. Eine stabile Funkverbindung ist die wichtigste Grundlage einer effizienten Vernetzung. Daher sollte vor Beginn von Nachrüstungsmaßnahmen zuerst darauf geachtet werden, ob die baulichen Gegebenheiten störfreie Funkverbindungen zulassen. Massive Decken und Betonwände beispielsweise könnten zum Hindernis werden. Ist die Verbindung gesichert, sollte man sich überlegen, welche Art von Smart Home man nachrüsten möchte und was einem wichtig ist. Legt man Wert auf Komfort, Sicherheit oder doch auf Kosteneinsparung? Hat man seinen Bereich identifiziert, geht es an die Kostenberechnung. Beim tatsächlichen Umbau gilt es, darauf zu achten, sich nicht an alten oder fehlerhaften Stromleitungen oder Kabeln zu verletzen. Gerade in Altbauen können dort oft Überraschungen lauern.
homeandsmart.de

ZITAT

“In der ersten Woche, nachdem wir das Unternehmen gegründet haben, haben wir zwei Sachen gemacht: eine einfache Code Base erstellt und unsere Werte aufgeschrieben.”
Für Justin Rosenstein, Mitgründer des erfolgreichen Business-Software-Unternehmens Asana, ist der Wertekanon und die Unternehmenskultur mindestens genau so wichtig wie die geschäftliche Grundlage. Viele Unternehmen im Silicon Valley bieten ihren Mitarbeitern attraktive Extras.
golem.de

NOT SO SMART…

Samsung präsentiert Kühlschrank-Tinder: Seit Längerem bietet der südkoreanische Konzern Samsung Kühlschränke mit eingebauter Kamera im Innenraum an. Besitzer eines Family-Hub-Kühlschranks sollen so den Inhalt im Innenraum einsehen können. Darauf basierend hat Samsung nun eine besondere Werbeaktion gestartet: Statt mit Bildern von sich selbst sollen sich potentielle Paare nun über Fotos ihres Kühlschrankinhaltes finden. In eine Smartphone-App können Fotos des Kühlschrankinhaltes hochgeladen werden, ein Samsung-Kühlschrank ist nicht zwingend erforderlich. Wer einen ähnlichen Geschmack hat, könnte sich auch im echten Leben gut verstehen.
golem.de

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