KW 5: Unzählige Android-Apps nutzen Standort-Tracker, Xiaomi und O2 weiten ihre Kooperation aus, Apple ermöglicht Nutzung von zwei HomePods als Stereo-Paar

NACHRICHTEN

Unzählige Android-Apps nutzen Standort-Tracker: Eine neue Studie der Firma „Express VPN“ sollte Android-Usern Grund zur Beunruhigung geben: 450 von 450 untersuchten Apps enthielten einen oder sogar mehrere Standort-Tracker, mitunter sogar Tracker wie X-Mode, den Apple und Google längst für Apps, die über die jeweiligen App-Stores vertrieben werden, verboten haben. In 199 der 450 untersuchten Apps fanden die Sicherheitsexperten Elemente von X-Mode. Zudem setzen viele Apps zur Standortnachverfolgung SDK oder Oneaudience, der die gesammelten Daten mit der Privatwirtschaft, aber auch dem US-Militär oder Strafverfolgungsbehörden teilt, eingesetzt. Alle Apps werden weltweit genutzt und haben mindestens 1,7 Milliarden Downloads. Auch bei Apps, die sich gezielt auf Europa fokussieren und somit definitiv der DSGVO unterliegen, weisen solche Tracker auf. Besonders beliebt ist der Einsatz unter anderem bei Dating-, Nachrichten, Reise- oder Messengerapps. Brenzlich wird es durch die mögliche Kombination aus IoT-Beacons und Handy-Trackern. Stellen sich Data-Miner geschickt an, können sie herausfinden, wer sich wo mit wem wie lange trifft und dabei was konsumiert bzw. wie viel Geld ausgibt. Um sich davor zu schützen, sollte man in den Smartphone-Einstellungen den Standort-Zugriff für die jeweiligen Apps beschränken. Eine Liste der betroffenen Android-Apps der Studie finden Sie hier
t3n.de

Xiaomi und O2 weiten ihre Kooperation aus: Medienberichten zufolge sollen der chinesische Smartphone-Produzent Xiaomi und der Mobilfunkanbieter O2 ihre Zusammenarbeit in Deutschland ausweiten. In den sogenannten „Flagshipstores“ des zur spanischen Telekommunikationsfirma Telefonica gehörende Netzanbieters in Hamburg, Köln, München und Oberhausen soll Xiaomi eigene Ausstellungsflächen bekommen. Später sollen weitere Flächen in den Geschäften in Berlin und Frankfurt (Main) folgen. Die Kooperation zwischen den beiden Unternehmen besteht schon seit 2019, soll nun aber ausgeweitet werden. Beide Firmen wollen ihr Engagement in den Bereichen Internet of Things und Lifestyle vorantreiben.
golem.de

Apple ermöglicht Nutzung von zwei HomePods als Stereo-Paar: Wer zwei Smartspeaker der Firma aus dem kalifornischen Cupertino sein Eigen nennen darf, konnte diese bislang nur in bestimmten Apps wie „Musik“ oder per AirPlay zusammen nutzen. Mit dem kommenden Software-Update soll hier nachgebessert werden. Ab dann sollen zwei solcher Lautsprecher auch als Stereo-Systemlautsprecher-Paar genutzt werden können. Betatester von macOS 11.3 berichteten aber noch von einigen Umsetzungsproblemen: Systemtöne werden beispielsweise noch lokal wiedergegeben statt über die HomePods. Noch ist unklar, ob und wann dies behoben wird.
heise.de

Keine YouTube-App mehr für die ersten drei Generationen Apple TV: Ab März stellt Apple die YouTube-App für alle smarten Fernseher bis einschließlich der dritten Generation Apple TV ein. Geräte der vierten und fünften Generation von 2015 bzw. 2017 sind nicht davon betroffen. Für alle anderen gibt es ab nächstem Monat lediglich die Möglichkeit, YouTube über AirPlay laufen zu lassen, sofern sie noch über ein weiteres Apple Device (iPhone, iPad, MacBook) verfügen. Grund für die Neuerung, die vielen Nutzern bereits über Meldungen auf ihren Geräten angekündigt wurde, könnten Lizenzprobleme zwischen Apple und seinem Konkurrenten Google sein: Apple TVs der ersten drei Generationen hatten keinen Zugang zum App Store, vorinstallierte Streaming-Apps benötigten individuelle Nutzungsvereinbarungen mit den Anbietern.
golem.de

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Home-Office und Arbeitsrecht während der Pandemie – Kraft des Faktischen schlägt rechtliche Vorgaben? Was lange Zeit unmöglich schien, ist durch die Pandemie nun millionenfache Selbstverständlichkeit geworden: Arbeiten im Home-Office. Doch auch wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich überwiegend an die neuen Begebenheiten gewöhnt haben, bleiben eine Vielzahl rechtlicher Fragen offen: Können Arbeitnehmer zum Arbeiten von Zuhause gezwungen werden? Wer muss für Arbeitsmittel und Gesundheitsschutz aufkommen? Und welche Vorgaben gibt es beim Datenschutz im Home-Office? Deutschlands führende Steuerberatungsgruppe ETL klärt über diese und weitere Fragen auf.
youtube.com

Smart Cities: Zwischen ökonomischem Megatrend und Bürgertum 2.0 berliner-zeitung.de
Autonomes Fahren: Das bedeuten Level 0 bis 5 t3n.de
Apple Car: Ehemaliger Porsche-Manager kommt wohl an Bord t3n.de
IoT: Avast rät zu mehr Sicherheit bei Smart-Home-Geräten iavcworld.de
Regensburg: Pilotprojekt Autonomes Shuttle startet – nächster Schritt in Richtung „Smart City“? tvaktuell.com

ZAHL DER WOCHE

Deutschland ist nur noch auf dem vierten Platz im Innovationsranking des Wirtschaftsnachrichtendiensts Bloomberg. Vergangenes Jahr war die Bundesrepublik noch Spitzenreiter.
Grund für das Downgrade: Deutschlands Forschungs- und Innovationskapazitäten seien im Automobilsektor gebündelt, wodurch sich Probleme in diesem Bereich sehr schnell auf die Innovationskraft des ganzen Landes auswirkten. Außerdem fehlte es Deutschland an Fachkräften und einer klaren Zukunftstechnologie-Strategie.
t3n.de

HINTERGRUND

Electronic Arts meldet Patent zur Sprachsteuerung für Videospiele an: Der Computerspielehersteller Electronic Arts (EA) plant wohl, Nutzerinnen und Nutzer zukünftig die Charaktere via Sprachbefehl bewegen zu lassen. – Darauf weist ein entsprechendes Patent, das der Konzern nun angemeldet haben soll, hin. Noch ist unklar, ob der Konzern Sprachsteuerung in Games wirklich alsbald in die Tat umsetzen möchte oder lediglich das Patent hierauf anmelden wollte, bevor es die Konkurrenz tut
smarthomeassistent.de

Autonomes Fahren spart kaum Energie: Vernetzung und Assistenzsysteme könnten Autos prinzipiell effizienter machen. Doch leider verbraucht die Elektronik noch sehr viel Strom. Durch ihren hohen Energieverbrauch werden die Einsparungen beim Kraftstoff schnell ausgeglichen, wie eine nun veröffentlichte Studie der Agora Verkehrswende zeigt. Bezieht man zudem Faktoren wie das Mobilfunknetz, Verkehrsinfrastruktur und Backend-Server ein, verursacht das sogar einen Mehrverbrauch von circa 2.500 Wattstunden pro 100 Fahrzeugkilometer. Geht man von einer „minimalen Vernetzung“, bei der autonome Fahrzeuge mit anderen Fahrzeugen aber zum Beispiel nicht mit der Cloud kommunizieren, ist die Energiebilanz knapp positiv. Langfristig gesehen könnte die Bilanz aber dennoch positiv werden. Grund hierfür ist beispielsweise der Ausbau der effizienteren Übertragungstechnik 5G und eine stärkere Durchdringung der Autoflotte mit autonomen Fahrzeugen.
heise.de

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IoT: Xiaomi arbeitet an Smart Glasses, Ford und Google kooperieren iot-ticker.net
Blockchain: Neuer Amazon-CEO gilt als Bitcoin-Freund, Schweizer Blockchain-Gesetz nimmt Formen an blockchain-ticker.net
AI: SA setzt auf KI-Systeme im All, Europäisches Forschungsprojekt setzt erstmals KI bei Behandlung von Corona-Patienten ein ai-ticker.net
Safety and Security: Emotet ausgeschaltet, Clubhouse ruft Datenschützer auf den Plan safety-security-ticker.net

ZITAT

„Ein Smart Home hilft nicht nur älteren Personen dabei, länger selbstständig in der gewohnten Umgebung wohnen zu können, sondern entlastet auch die Angehörigen. Dass Smart Home nur für Millennials interessant ist, halte ich für ein Klischee; gerade für Senioren gibt es so viel Potential.“
Smart Home-Expertin Indzi Kodba, Geschäftsfeldleitung Produkte & Gewerbe bei Rexel Austria räumt mit dem Klischee, Smart Living sei nur etwas für junge Menschen, auf.
derbrutkasten.com

NOT SO SMART…

Schweizer Uhrmacher bringt mechanische Uhr im Apple Watch-Look raus: Ein Schweizer Uhrenhersteller hat eine mechanische Uhr herausgebracht, die aussieht wie die beliebte Smart Watch, jedoch überhaupt keine ist. Für rund 28.500 Euro kann man die „Final Upgrade“ sein Eigen nennen. Es ist nicht die erste Uhr der Schweizer im Apple-Look: Seit 2016 gab es bereits mehrere Versionen. Der Name der neuen Uhr könnte aber darauf hindeuten, dass es die letzte Uhr ihrer Art werden könnte.
golem.de

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