KW 28: Bundesrat für mehr Smart Meter Nutzungsausbau, HomePod soll bald Drittanbieterdienste unterstützen, Neue Features für Google Assistant

NACHRICHTEN

Bundesrat für mehr Smart Meter Nutzungsausbau: Der deutsche Bundesrat setzt sich dafür ein, den Einsatz von smarten Strommessgeräten deutlich auszubauen. Gerade durch die Ausrichtung der Energieversorgung auf Erneuerbare Energien wird eine optimale Steuerung über digitale Verbrauchszähleinrichtungen vonnöten, heißt es in der Entschließung vom 3. Juli 2020. Mit dieser Entschließung fordern die Länder die Bundesregierung auf, die europäische Strombinnenmarktrichtlinie möglichst rasch umzusetzen. Im Vergleich zu anderen Mitgliedsstaaten der EU hinke die Bundesrepublik bei der Nutzung intelligenter Messsysteme hinterher. Um den Ausbau voran zu treiben, müsse aber auch die erforderliche Infrastruktur geschaffen werden. Zudem gilt es zu prüfen, ob sich durch die Umsetzung der europäischen Energieeffizienzrichtlinie Synergieeffekte bei der Digitalisierung des Verbrauchs von Strom, Wärme, Gas und Wasser erzielen lassen.
bundesrat.de

HomePod soll bald Drittanbieterdienste unterstützen: Apple öffnet wohl seinen Siri-Lautsprecher HomePod für Drittanbieter. Das geht aus einer Einstellung hervor, die Apple in der Beta von iOS 14 zumindest serverseitig freigeschaltet hat. Künftig können Nutzer dann selbst einen “primären Dienst” für das Streaming von Musik, Podcasts oder Hörbüchern auswählen und nicht wie bisher nur Apple Music. Unklar ist noch, ob es möglich sein wird, je nach Format unterschiedliche Streamingdienste auszuwählen. Bislang war eine Nutzung von Drittanbieter-Streaming-Diensten wie Spotify auf Apples Smartspeaker nur über einen Umweg möglich: Indem Nutzer ihr iPhone per Airdrop mit dem Lautsprecher verbinden, können sie Spotify und andere Dienste auch dort nutzen. Apples Smartspeaker ist seit 2018 auf dem Markt. Es gibt Spekulationen, dass der US-Riese schon bald eine neue Generation des HomePods vorstellen wird.
heise.de, maclife.de

Neue Features für Google Assistant: Google legt in Sachen Smart Home einen Zahn zu. Künftig soll der Google Assistant sechs weitere Gerätetypen steuern können. Bisher können Thermostate, smarte Steckdosen oder Haushaltsgeräte über den Google Assistant gesteuert werden. Diese Palette soll nun um Receiver, Streaming-Lautsprecher, Streaming-Sticks, Soundbars und normale Lautsprecher ergänzt werden. Mit dieser Erweiterung würden fast 80 Geräteklassen unterstützt werden. So könnte Amazons virtueller Assistent Alexa ernsthafte Konkurrenz bekommen.
futurezone.de, smarthomeassistent.de

Samsung Galaxy Watch 3: Mit seiner neuen Smartwatch möchte Samsung kräftig an Apples Thron sägen. Bislang gelten die Amerikaner als Marktführer im Segment der Smart-Watches. Die neue Uhr der Südkoreaner soll in zwei Versionen erscheinen, die eine kleiner, die andere größer. Beide sollen über ein Super-AMOLED-Display mit einer Auflösung von 360 x 360 Pixeln verfügen. Außerdem sollen die Modelle mit WLAN und/oder LTE angeboten werden und auch in Titan oder Edelstahl erhältlich sein. Angeblich soll die neue Samsung Smartwatch sogar der technischen Militärnorm MIL-STD-810 entsprechen und so besonders robust sein. Die Vorstellung der neuen Uhrenmodelle könnte noch diesen Monat geschehen.
giga.de

Bericht: Spionierende Smart-TVs in jedem Wohnzimmer netzpolitik.org
Smart Home: AVM veröffentlich die FRITZ!App Smart Home smarthomeassistent.de
Amazon: Prime Video erhält Profile golem.de
Mobilität: E-Scooter von Lime jetzt per Uber-App verfügbar t3n.de
Vergleich: 5 Dinge, die Alexa beherrscht – Google aber nicht homeandsmart.de

ZAHL DER WOCHE

32 Prozent der Deutschen nutzen Sprachassistenten. Damit ist die Anwenderzahl binnen eines Jahres um zwölf Prozent gestiegen.
fenster-tueren-technik.de

HINTERGRUND

Vernetztes Arbeiten im Bau: Mithilfe von Virtual Reality kann beim Building Information Modeling (BIM) auf vernetzte und kollaborative Art zusammengearbeitet werden. Planungsunstimmigkeiten können beim Austausch um dreidimensionale Modelle beseitigt werden. Dabei müssen Team-Mitglieder nicht am selben Ort sein. Bauherren und Projektmanager können den gesamten Bauzyklus von der Planung bis zum Konstruktion begleiten. Die Kommunikation soll durch das vernetzte Arbeiten ebenfalls erleichtert werden.
industry-of-things.de

Sprachsteuerung in der Industrie: Während Smart Home-Lösungen wie Sprachsteuerung im Privaten mehr und mehr im Kommen ist, sind sie im Industriebereich immer noch eine Ausnahme. Eine Firma aus Bayern plant nun, das zu ändern. Dabei lägen die Vorteile klar auf der Hand: “Man kann sich unabhängig bewegen und hat beide Hände frei.” So könnten Arbeiter ein höheres Maß an Flexibilität erreichen. Auch für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung könnten Maschinen, die sich per Sprachsteuerung bedienen lassen, eine Arbeitserleichterung darstellen.
industry-of-things.de

ZITAT

“Wenn ein Musikstreaming-Dienst mir ein Lied empfiehlt, das mir nicht gefällt, kann ich damit leben. Aber wenn mein selbstfahrendes Auto Entscheidungen darüber trifft, wessen Leben im Falle eines Unfalls verschont bleiben soll, würde ich mir mehr Kontrolle über solche Entscheidungen wünschen.”
EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager pocht darauf, dass Künstliche Intelligenz verlässlich sein muss.
heise.de

NOT SO SMART…

Viele Smart Speaker hören versehentlich zu: Eine Studie der Ruhr-Uni Bochum und des Bochumer Max-Planck-Instituts für Cybersicherheit und Schutz der Privatsphäre hat untersucht, wann und wie oft intelligente Lautsprecher mithören, ohne dass der Nutzer sie bewusst aktiviert hätte. Getestet wurden elf verschiedene Sprachassistenten verschiedener Hersteller und testeten diese mit Serien wie “House of Cards” oder “Die Simpsons” – auf verschiedenen Sprachen. Apples Sprachassistent wurde hierbei beispielsweise durch das Wort “Daiquiri” aktiviert, Googles Assistent durch “Okay, cool” und Amazons Alexa ließ sich von “Am Sonntag” oder auch dem englischen “unacceptable” aktivieren. Insgesamt wurden die Assistenten 900 Mal unbeabsichtigt aktiviert. Die Forscher sprachen davon, dass die Systeme absichtlich “liberal” programmiert seien, um verschiedene Menschen zu verstehen und sich daher lieber zu oft als zu wenig aktivieren würden.
e-recht24.de

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