KW 21: Alphabet stellt Smart City-Projekt in Toronto ein, Googles Nest Hub zeigt fremdes Bild, Smarte Verkehrsführung in Wiesbaden

NACHRICHTEN

Alphabet stellt Smart City-Projekt in Toronto ein: Googles Mutterkonzern Alphabet stoppt die Arbeit an seinem Smart-City-Projekt in Toronto. Ursprünglich war geplant, auf einem rund 49.000 Quadratmeter großen Grundstück Gebäude mit 3.000 Wohneinheiten zu bauen, die nach den neuesten klimafreundlichen Maßstäben entworfen wurden. Der Verkehr sollte smart geregelt werden und auf Fußgänger ausgelegt sein. Laut dem durchführenden Tochter-Start-up Sidewalk Labs musste das Projekt wegen der Corona-Pandemie aufgegeben werden. Offenbar seien die Kosten des Projekts im Vergleich zu den bisher vorzeigbaren Erfolgen zu hoch gewesen.
finanzen.net

Hersteller Xiaomi zeigt sich krisenresistent: Der Smartphone-Hersteller Xiaomi trotzt der Corona-Krise. Der Konzern konnte seine Umsätze im ersten Quartal des Jahres um 13 Prozent steigern. Insbesondere der Markt in Europa scheint für Xiaomi günstig. Hier stiegen die Smartphone-Verkäufe um 58 Prozent. Zwischen Januar und März erzielte der Konzern einen Umsatz von 6,38 Milliarden Euro.
t3n.de

IoT-Sensor gegen Schlangen vor Geschäften: Um sicherzustellen, dass sich während der Corona-Pandemie nicht zu viele Menschen in einem Geschäft aufhalten, setzen viele Einzelhändler derzeit auf Sicherheitspersonal, dass die ein- und ausgehenden Besucher zählt. Die Firma A1 Digital, die zur Telekom Austria Group gehört, will dieses Problem mittels IoT lösen und hat einen 3D-IoT-Sensor, der die eintretenden Kunden zählt und diese Daten an eine Plattform übermittelt. Über einen Monitor könnten Kunden informiert werden, wie viele Besucher sich derzeit in einem Geschäft aufhalten und ob sie den Laden betreten können. Diese Informationen können ebenfalls über die Webseite des Händlers abgerufen werden, sodass Kunden ihren Einkauf schon im Voraus planen können.
industry-of-things.de

Googles Nest Hub zeigt fremdes Bild: Offenbar hat Google Probleme mit seinem Smart Display Nest Hub. Auf dem Gerät eines Nutzers wurde plötzlich das Bild einer fremden Türklingel angezeigt. Google bestätigte den Vorfall und gab an, zu untersuchen, wie es dazu kommen konnte. Bereits Anfang des Jahres kam es zu einem ähnlichen Vorfall, als ein Besitzer des Nest Hubs die Videobilder einer fremden Xiaomi-Kamera angezeigt bekam. Damals lag das Problem offenbar bei Xiaomi.
golem.de

Nahfunk: Drahtlos laden mit NFC svz.de
Studie: Kann die Apple Watch das Coronavirus feststellen? apfelnews.de
Smart-TV: Smart-TVs von Innen: Hisense H55U8B heise.de
Produkttest: Das preisgünstige Smart-Home-System golem.de
Ökoinstitut: Smart Home-Systeme können CO2-Ausstoß reduzieren housecontrollers.de

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Das Coronavirus schränkt unser soziales Leben ein – richtigerweise müssen Menschen vor lebensgefährlichen Infektionen geschützt werden. Wenn Begegnungsräume nicht mehr erreichbar sind, verlieren wir Möglichkeiten zum Austausch und Lernen. Wer nach Verbindung sucht, nutzt digitale Alternativen. Wir unterstützen dabei, Begegnungen online zu schaffen – mit Veranstaltungsstreams können Sie die wichtigen menschlichen Verbindungen dennoch knüpfen.
livestreaming-berlin.tv

ZAHL DER WOCHE

89 Prozent der deutschen Städte ab 100.000 Einwohnern bieten kostenloses öffentliches WLAN.
ip-insider.de

HINTERGRUND

Smarte Verkehrsführung in Wiesbaden: Wiesbaden ist hinter Hamburg und Berlin eine der staureichsten und gleichzeitig fahrradunfreundlichsten Städte Deutschlands. Das soll sich nun dank Smart City-Konzepten ändern. Angestoßen wurde der Plan von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), die wegen zu hoher Stickstoffdioxid-Werte Klage eingereicht hatten, was beinahe ein Dieselfahrverbot in der Stadt nach sich gezogen hätte. Um die Luft sauber zu halten, will Wiesbaden nun auf umweltfreundliche Verkehrsmittel setzen und die Innenstadt weitgehend von Autos befreien. Dafür soll es unter anderem Kaufprämien für E-Lastenräder geben. Der Verkehr soll stark digitalisiert werden. So ist in Kooperation mit Siemens beispielsweise das Projekt Digi-V geplant, für das 226 Ampelanlagen digitalisiert werden, um den Verkehr besser lenken zu können. Mit Digi-P ist ein Projekt für digitales Parkraummanagement geplant und Digi-L konzentriert sich auf umweltfreundliche Lkw- und Lieferflottensteuerung.
background.tagesspiegel.de

Wie Smart City-Projekte erfolgreich umgesetzt werden: Anwendungen aus dem Bereich Smart City halten langsam aber sicher Einzug in deutsche Städte. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand. Die Digitalisierung kann stark zu lebensfreundlicheren Städten beitragen. Damit Städte solche Konzepte erfolgreich umsetzen können, gilt es jedoch einige Punkte zu beachten, erklärt Dr. Bernhard Kirchmair, Chief Digital Officer von VINCI Energies Europe East. So sei es wichtig, alle Akteure an der Planung und Umsetzung der digitalen Stadt zu beteiligen. Dazu gehört auch eine offene Kommunikation mit den Bürgern. Gleichzeitig brauche es eine zentrale Stelle, die für die Digitalisierung verantwortlich ist, die aber gleichzeitig für Bürger, die Fragen oder Ideen haben, ansprechbar bleibt. Unerlässlich ist die Einrichtung einer technologischen Plattform, die die Anbindung aller Prozesse einer Stadt, von der Verwaltung bis zur Wasserversorgung ermöglicht. Zuletzt gelte es, Aufgaben möglichst gut aufzuteilen und spezialisierte Anbieter zu engagieren, die bestenfalls bereits Erfahrungen mit der Umsetzung von öffentlichen Projekten gesammelt haben.
silicon.de

ZITAT

“Am schnellsten wäre dies mit einem federführenden und zugleich koordinierenden Digitalministerium möglich.”
Manuel Höferlin (FDP), der Vorsitzende des Bundestagsausschusses Digitale Agenda, fordert die Einrichtung eines Digitalministeriums, um den Netzausbau in Deutschland voranzutreiben.
it-zoom.de

NOT SO SMART…

Smart-Car-Code von Mercedes-Benz veröffentlicht: Der Schweizer Softwareingenieur Till Kottmann konnte offenbar auf den Quellcode von Smart-Car-Komponenten für Lastwagen von Mercedes-Benz zugreifen, darunter Code für Onboard Logic Units (OLU), also Komponenten, die das Fahrzeug mit der Cloud verbinden. Möglich war dies über einen unsicheren GitLab-Server, auf dem der Schweizer ohne weiteres ein eigenes Konto anlegen konnte. Kottmann stellte die Daten öffentlich ins Netz. Der GitLab-Server wurde inzwischen abgeschaltet.
zdnet.de

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