KW 19: Smart City Dormagen, Daten aus Apple Watch weisen auf Herzerkrankung hin, Smartwatch-Markt wächst

NACHRICHTEN

Smart City Loop in Kooperation mit VeloCarrier: Die Smart City Loop GmbH beteiligt sich seit März 2020 an der der VeloCarrier GmbH in Tübingen, um seine Kompetenzen bei der sogenannten “letzten Meile” auszubauen. In einer Meldung schreibt das Unternehmen, man Verfüge nun über einen durchgängigen Lösungsansatz für die Cityversorgung bis hin zur Endauslieferung an die innerstädtischen Empfänger. VeloCarrier betreibt bundesweit zehn Hubs, die für den Transport von Waren zuständig sind. Smart CityLoop arbeitet derzeit an einem Konzept, um unterirdische Ver- und Entsorgungssysteme für den Warenverkehr zu etablieren.
logistik-heute.de

Smart City Dormagen: In Dormagen arbeiten verschiedene Akteure, von Unternehmen bis zur öffentlichen Verwaltung an der Verwirklichung der Smart City. Dafür wurde das sogenannte “ChemLab” entwickelt, das im Rahmen des Smart City-Programms vom Bund gefördert wird. Mögliche Projekte der Stadt umfassen intelligente Ampelsysteme oder die Überwachung von Kanälen mithilfe von Sensoren. “Digitale Lösungen können den Service und die Lebensqualität für Bürger erhöhen, den ökologischen Fußabdruck verringern sowie eine wichtige Antwort auf den drängenden Fachkräftemangel liefern”, so SWD-Geschäftsführer Michael Bison. SWD ist eine städtische Tochter des Stadtkonzerns Dormagen.
rp-online.de

Daten aus Apple Watch weisen auf Herzerkrankung hin: Eine Apple Watch könnte eine Patientin möglicherweise vor einem Herzinfarkt bewahrt haben. In einer Pressemitteilung der Universitätsmedizin Mainz heißt es, künftig könnten so möglicherweise “weltweit Herzinfarkte verhindert werden”. Die 80-jährige Frau meldete sich mit den Symptomen einer koronaren Herzkrankheit, die in vielen Fällen zu einem Herzinfarkt führt, in der Universitätsklinik Mainz. Bei einem EKG sowie einem Bluttest wurden zunächst keine Anzeichen für die Erkrankung erkannt. Die Patientin hatte im Vorfeld jedoch ihre EKG-Werte mit der Smartwatch von Apple aufgezeichnet. Die Daten wiesen auf die koronare Herzerkrankung hin, weshalb das medizinische Personal die Patientin mit einem Herzkatheter untersuchte und die akute Herzerkrankung tatsächlich bestätigen konnte. Schon seit längerem besitzt die Apple Watch die Funktion, vor Herzrhythmusstörungen zu warnen. Das Unternehmen weist allerdings explizit darauf hin, dass die Smartwatch nicht dafür geeignet sei, Herzinfarkte zu erkennen. Bei dem Fall in Mainz dürfte es sich das erste Mal handeln, dass eine Herzdurchblutungsstörung von der App diagnostiziert wurde.
heise.de

Smartes Armband für Abstandsregeln: Um Angestellten in Unternehmen zu helfen, in Zeiten der Corona-Krise die Abstandsregeln einzuhalten, hat das Münchener Start-up Kinexon ein Armband entwickelt. Dieses ist mit Ultrabreitband-Sensoren ausgestattet und warnt dessen Träger, wenn sie sich zu nahe kommen. Diese Lösung sei für Konzerne günstiger als der Einsatz von Atemschutzmasken, so das Start-up. Eine erweiterte Version des Armbands ermöglicht es, Kontaktketten zurückzuverfolgen. Dies habe den Vorteil, dass Firmen im Fall einer Infektion nicht direkt alle Angestellten nach Hause schicken müssen.
handelsblatt.com

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AI&I vTalk mit Luciano Floridi: Die Entwicklung einer Corona-Tracing-App bestimmt momentan die öffentliche Debatte. Neben dem Datenschutz stellen sich dabei auch komplexe ethische Fragen, die die Nutzung einer solchen App mit sich bringt. Am 12. Mai ab 17 Uhr spricht Luciano Floridi, Professor für Philosophie und Informationsethik an der Universität Oxford, in der zweiten Ausgabe des AI&I vTalks über das Vertrauen europäischer Bürger in den Gebrauch mobiler Tracing-Apps und die ethischen Grundsätze des Staats, der Wirtschaft und der Wissenschaft.
Interessierte, die sich an der Diskussion beteiligen und Fragen an Professor Floridi stellen möchten, sind dazu eingeladen, den Youtube-Kanal des Vodafone-Instituts zu besuchen.

Trendmonitor Deutschland: Bei 5G ist die Kauflaune der Verbraucher noch recht verhalten it-business.de
Bluetooth-Tracker: Tile und Intel starten Kooperation zur Ortung von Laptops smarthomeassistent.de
Vergleich: Smart Speaker von Google, Apple, Amazon und Co. stern.de
Smarthome: Neuer Ring Video Doorbell mit 1080p techfieber.de
Sicherheitslücke: Samsung beseitigt seit 2014 vorhandene, kritische Smartphone-Schwachstelle heise.de

ZAHL DER WOCHE

509.000 Menschen nutzen inzwischen die Datenspende-App des Robert-Koch-Instituts.
aerzteblatt.de

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Das Coronavirus schränkt unser soziales Leben ein – richtigerweise müssen Menschen vor lebensgefährlichen Infektionen geschützt werden. Wenn Begegnungsräume nicht mehr erreichbar sind, verlieren wir Möglichkeiten zum Austausch und Lernen. Wer nach Verbindung sucht, nutzt digitale Alternativen. Wir unterstützen dabei, Begegnungen online zu schaffen – mit Veranstaltungsstreams können Sie die wichtigen menschlichen Verbindungen dennoch knüpfen.
livestreaming-berlin.tv

HINTERGRUND

Anbieter von Smarthome-Geräten haften im Schadensfall nicht: Dass das deutsche Produkthaftungsgesetz veraltet ist, zeigt sich besonders bei Smarthome-Anwendungen. Schäden, die durch fehlerhafte Smarthome-Geräte entstehen, werden Verbrauchern meist nicht ersetzt, da laut Gesetz ausdrücklich ein Fehler beim Produkt vorliegen muss. Software fällt allerdings nicht eindeutig unter den Begriff “Produkt”. Zudem ist es Verbrauchern in der Regel nicht möglich, zu erkennen, ob Mängel in der Software bestehen. Florian Stößel vom Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) nennt als Beispiel ein fehlerhaftes Smartlock. Bei einem fehlerhaften Schloss, das einen Einbruch ermöglicht, könnten die Anbieter des Schlosses kaum zur Verantwortung gezogen werden. Der VZBV fordert deshalb, dass nicht mehr die Verbraucher Fehler in dem Produkt nachweisen müssen.
welt.de

Smartwatch-Markt wächst: Die Verkäufe von Smartwatches sind im ersten Quartal des Jahres stark angezogen. Fast 14 Millionen Smart­watches wurden der Firma Strategy Analytics zufolge weltweit verkauft, was einem Plus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Führend unter den Anbietern bleibt Apple. Das Unternehmen setzte zwischen Januar und März 2020 mehr als sieben Millionen Geräte ab und besitzt damit einen Marktanteil von 55 Prozent. Auch der Hersteller Samsung konnte seinen Umsatz im Smartwatch-Bereich erhöhen und verkaufte weltweit 1,9 Millionen Geräte. Auf Platz drei liegt Garmin mit 1,1 Mil­lio­nen Exemplaren.
winfuture.de

ZITAT

“Smart City ist letztendlich ein Modebegriff für das, was ich für die Anforderungen an eine integrierte Stadtentwicklung halte, die sich an verschiedene räumliche Ebenen vom Bund in die Region in die Stadt und an die Quartiere richtet.”
Elke Pahl-Weber, Professorin für Stadtplanung spricht im Interview über die Smart City der Gegenwart und worauf es bei der Umsetzung des Konzepts ankommt.
kommune21.de

NOT SO SMART…

Smarte Mausefalle: IoT wird auch in der modernen Schädlingsbekämpfung angewandt. Der schwedische Spezialist Anticimex hat vernetzte Fallen entwickelt, die kontinuierlich überwacht werden. Ein positiver Effekt der smarten Falle ist, dass deutlich weniger Giftstoffe eingesetzt werden müssen. Die Daten, die durch den Einsatz der Falle gewonnen werden, tragen außerdem dazu bei, das Verhalten der Schädlinge besser zu verstehen.
industry-of-things.de

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