KW 10: Smart Home setzt sich in Deutschland nicht so schnell durch, Huawei-Flagshipstore in Berlin eröffnet, Gericht in NRW stoppt Smartmeter-Zwangs-Rollout

NACHRICHTEN

Smart Home setzt sich in Deutschland nicht so schnell durch, wie es könnte: Nicht alles, was im IoT-/Smart-Home-Bereich auf dem Markt ist, findet auch wirklich den Weg zu den Verbrauchern. Das ist das Ergebnis des „Faktencheck Consumer IoT“, den der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. und Deloitte durchgeführt haben, um herauszufinden, welche Technologien bereits genutzt werden und welche nicht. Es hat sich gezeigt, dass schon sieben von zehn Personen zwischen 18 und 75 bereits mindestens ein IoT-Endgerät nutzen. Der Smart Home-Bereich fristet dabei eher noch ein Nischendasein: Die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher sind noch zögerlich, setzen – wenn überhaupt – auf Einzellösungen, wie smarte Lichtsysteme (acht Prozent der Befragten) oder vernetzte Kameras/Haushaltgeräte (sechs Prozent), Rauchmelder (vier Prozent) oder Thermostate (fünf Prozent).
it-daily.net

Huawei-Flagshipstore in Berlin eröffnet: Eigentlich sollte es schon zum Jahresende soweit sein, doch coronabedingt musste die Eröffnung des ersten, deutschen Huawei-Flagshipstores bis zum März warten. Nun hat der Laden geöffnet – wenn auch zunächst nur für „Click and Meet“ mit vorheriger Terminvereinbarung. Das Geschäft, das witzigerweise (oder: kalkulierter Weise?) nur knapp 350 Meter vom Berliner Apple-Store entfernt liegt, ist in fünf Bereiche gegliedert: Smartoffice, Fitness und Gesundheit, Entertainment, Smarthome sowie einfaches Reisen. Kundinnen und Kunden sollen dort die Produkte unter halbwegs realitätsnahen Bedingungen ausprobieren und sich beraten lassen können.
t3n.de

Gericht in NRW stoppt Smartmeter-Zwangs-Rollout: Das Oberverwaltungsgericht (OVG NRW) in Münster hat den verpflichtenden Einbau vernetzter Stromzähler vorerst gestoppt. 2016 hatte der Bundestag das vielfach kritisierte „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ verabschiedet, welches vorsieht, alle mechanischen Ferraris-Zähler bis 2032 durch digitale auszutauschen. Vor gut einem Jahr war mit dem verpflichtenden Einbau dann begonnen worden. Doch nun hat das Münsteraner Gericht den Zwangseinbau vorläufig gestoppt. Es hält die entsprechende Verfügung des Bundesamtes für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vom Februar 2020 für „voraussichtlich rechtswidrig“, wie das Gericht letzten Freitag mitteilte. Der Beschluss in dem Eilverfahren ist unanfechtbar.
golem.de

Forscher entwickeln Stoff, der als Display genutzt werden kann: Chinesischen Wissenschaftlern soll es gelungen sein, einen Stoff zu entwickeln, der als monochromes Display funktionieren kann. Nun wollen sie auch Eingabemethoden hinzufügen. Einsatzmöglichkeiten für ein solches Gewebe gäbe es unzählige: Smarte Alltagsbekleidung, smarte Sporttrikots oder Funktions-/Arbeitskleidung. Forscher arbeiten schon seit Jahren an der Entwicklung eines solchen Stoffes. nun ist es einem 19-köpfigen Team an der Fudan University im chinesischen Shanghai gelungen, ein mehrfarbiges Stoffstück mit den Maßen 6 × 0,25 Meter anzufertigen, das mit 500.000 Leuchtelementen ausgestattet ist und als Punkt-Display arbeiten kann. Es soll waschbar sein, aber auch zerknittert werden können, ohne zu beschädigen.
t3n.de

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Smart City: Verkehrszählung mit KI kommune21.de
Smart-Home-Testlabor: Jüngste Loxone-Kooperation für Lehre und Forschung im Bauwesen smarthouse-pro.de
Amazon: Homematic IP Türschlossantrieb aufgetaucht smarthomeassistent.de
Elektromobilität: Projekt „Hochleistungsladen im Lkw-Fernverkehr“ heise.de
Unfallerkennung: Bosch startet smarte Notfallhilfe für E-Bikes und Motorräder golem.de

ZAHL DER WOCHE

Inzwischen ist es sechs Jahre her, dass Apple konkrete Details zur ersten Apple Watch veröffentlichte. Schon ein Jahr vorher waren erste Informationen zur geplanten Smartwatch öffentlich geworden doch auf dem Special Event am 9. März 2015 wurden diese konkreter. Am Anfang wurde der Tech-Riese für die smarte Uhr belächelt, doch das Produkt entwickelte sich zum wahren Verkaufsschlager: Erst letzten Monat wurde bekannt, dass Apple mehr Apple Watches verkauft hat als die gesamte Schweizer Uhrenindustrie.
smarthomeassistent.de, notebookcheck.com

HINTERGRUND

Versicherungen sehen in E-Autos kein erhöhtes Brandrisiko in Tiefgaragen: Die deutsche Versicherungswirtschaft hat sich gegen das Vorgehen einiger Tiefgaragen-Betreiber positioniert, welche an manchen Standorten verbieten, E-Autos oder Hybridfahrzeuge zu parken. Begründet wurde dies seitens der Betreiber mit einer womöglich höheren Brandgefahr. Dem widerspricht Alexander Küsel vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV): Es gebe „keinerlei Hinweise, dass Elektrofahrzeuge häufiger brennen als Autos mit Verbrennungsmotor.“ Vielmehr sei es so, dass Verbrenner wegen ihres Treibstoffes sogar eine höhere Brandlast besäßen. Die Sicherheit in Tiefgaragen hänge vom jeweiligen Brandschutzkonzept und seiner Qualität ab, nicht aber von der Antriebsart des abgestellten Fahrzeugs. Auch der ADAC merkt an, dass eine Selbstentzündung eines E-Autos ohne Fremdeinwirkung und ohne technischen Defekt „extrem selten“ und die Risikobedenken bezüglich geparkter oder womöglich sogar in Tiefgaragen ladender E-Autos unbegründet seien.
heise.de

Hacker nehmen Smart Home in den Fokus: Smart Home-Geräte rücken immer weiter in den Fokus von Hackern. Je mehr vernetzte Angebote genutzt werden, desto mehr potentielle Einfallstore für Cyberkriminalität gibt es natürlich. Laut einer Untersuchung der Risiken vernetzter Haushaltsgeräte im Auftrag von Check Point Software konzentrieren sich Hacker, auch aufgrund des momentan weitverbreiteten Homeoffice vermehrt auf private Haushalte. Umso wichtiger ist es Geräte sicherer zu machen, ungenutzte Geräte, die über Kameras und Mikrofone verfügen beispielsweise abdecken, regelmäßige Firmware-Updates machen und: Geräte austauschen, wenn sie nicht mehr unterstützt werden und beim Kauf von gebrauchten IoT-Geräten darauf achten, ob und wie lange sie noch mit Updates versorgt werden.
smarthomeassistent.de, it-daily.net

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Berlin Bubble: Was bewegt Berlin-Mitte? In unserem wöchentlichen Podcast „Berlin Bubble“ diskutieren Alice Greschkow, Matthias Bannas, Egon Huschitt und Stefan Mauer, was im politischen Berlin auf der Agenda steht. info-fm.de

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IoT: Sicherheitsrisiko Alt-IoT, BSI warnt vor Lücken in Exchange-Servern iot-ticker.net
Blockchain: IBM und Ubirch entwickeln digitalen Covid-Impfpass, Christie’s versteigert Kryptokunst blockchain-ticker.net
AI: Google kündigt interne Änderungen bei den Teams der KI-Forschung an, KI analysiert die Chats von Patienten ai-ticker.net
Safety and Security: EU-Arzneimittelbehörde im Visier vermeintlich russischer Hacker, Reformiertes Jugendschutzgesetz safety-security-ticker.net

ZITAT

„Um es deutlich zu sagen: ‚Es gibt keine Alternative zur Digitalisierung‘. Ein Teil davon ist die Vernetzung – gerade im Bereich IoT. Die Perspektiven sind ausgesprochen gut, vernetzte Systeme werden Teil des Wachstums in Deutschland sein. Unternehmen sollten sich das vor Augen führen.“
Andreas Bös, General Manager von Conrad Connect.
elektroniknet.de

NOT SO SMART…

US-Hacker zapfen 150.000 Verkada-Kameras an: Medienberichten zufolge sollen Cyberkriminelle sich in tausende Überwachungskameras in den USA gehackt haben. Betroffen waren sowohl Schulen, Krankenhäuser, Gefängnisse und Polizeistationen als auch E-Auto-Hersteller Tesla und die IT-Sicherheitsfirma Cloudflare. Verkada wolle das „Ausmaß des potenziellen Problems“ untersuchen.
it-zoom.de

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