KW 10: Googles neues System kommuniziert automatisch im Internet, China plant autonome Züge für Olympia, Duisburg und Huawei arbeiten an der Smart-City

NACHRICHTEN

Googles neues System kommuniziert automatisch im Internet: Googles neues System mit dem Namen Duplex läuft seit Ende letzten Jahres in den USA und Großbritannien. Duplex wird als Erweiterung für Chrome erscheinen und soll es dem Google-Assistenten ermöglichen, automatisch mit Formularen auf Webseiten zu interagieren. Damit wird Nutzern die Möglichkeit gegeben, per KI-Assistent beispielsweise Termine zu buchen oder Autos auszuleihen. Bereits auf der Google I/O 2018 zeigte das Unternehmen eine stark erweiterte Version von Duplex. Dort führte der smarte Assistent ein Telefongespräch mit einem Friseur, um einen Termin auszumachen. In Deutschland wird das System allem Anschein nach ebenfalls bald veröffentlicht. Aktuell versucht Google mittels Crawler zu verstehen, wie deutsche Formularanwendungen funktionieren.
t3n.de

China plant autonome Züge für Olympia: China will künftig autonom fahrende Züge auf einer Hochgeschwindigkeitsstrecke in der Provinz Hebei fahren lassen. Die Züge vom Modell “Fuxing” sollen dabei Geschwindigkeiten von bis zu 350 Kilometern die Stunde erreichen. Auch das 5G-Netz, sowie Sensoren an den Rädern und Bremsen sowie Temperaturmesser sollen dabei verwendet werden, um das autonome Fahren zu ermöglichen. Die Strecke, die die Städte Peking und Zhangjiakou verbindet, ist 175 Kilometer lang und soll in Zukunft in einer Fahrtzeit von 45 Minuten bewältigt werden. Die Provinz ist Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2022. Die neuen Züge sollen also dafür sorgen, dass Sportler und Fans zügig die Sportstätten erreichen können.
heise.de

DHL führt Live-Tracking für Pakete ein: DHL will es Kunden noch in diesem Jahr per Live-Tracking ermöglichen, Pakete komfortabler liefern zu lassen. Nicht nur die Empfänger, auch DHL selbst wird von dem System profitieren. Konzernvorstand Tobias Meyer rechnet mit einer gesteigerten Effizienz. Kritisch bei der Lieferung von Paketen ist oft die sogenannte “letzte Meile”. Postlieferanten haben oft Probleme, Pakete zu liefern, da die Empfänger nicht zuhause oder erreichbar sind. Mit dem Live-Tracking will die DHL diese Probleme künftig umgehen. Auch für normale Postsendungen soll dank einer speziellen Briefmarke künftig eine Sendungsverfolgung im Internet ermöglicht werden. Gleichzeitig plant DHL bis 2021 die Zahl der Packstationen in Deutschland auf 7000 zu erhöhen.
spiegel.de

TCL mit zwei neuen Smartphones: Der Elektronikhersteller TCL hat zwei neue konzeptuelle Smartphone-Modelle vorgestellt. Bei der ersten Version handelt es sich um ein Smartphone mit ausziehbarem Display. Damit kann die Größe des Bildschirms von 6,75 Zoll auf 7,8 Zoll erweitert werden. Das zweite Modell ist ein Smartphone, dessen Bildschirm dreifach gefaltet werden kann. Im ausgefalteten Zustand ähnelt das Gerät mit 10 Zoll eher einem Tablet, wird es zusammengefaltet, ergibt sich ein Smartphone mit einer Bildschirmgröße von 6,65 Zoll. Wann die Smartphones marktreif sind und wie viel sie kosten werden, ist zur Zeit noch nicht bekannt.
t3n.de

Senioren: Wie Smartwatch und Co. im Notfall helfen können rnd.de
Informatik: Regensburger forscht an der „smarten Infrastruktur der Zukunft“ wochenblatt.de
Analyse: Apple bereitet Mini-LED-Geräte vor n-tv.de
Neue Gadgets: Smarter Bilderrahmen und automatischer Übersetzer sueddeutsche.de

ZAHL DER WOCHE

Bis zu 500 Millionen Dollar wird Apple an seine amerikanischen Kunden als Ausgleich für die Drosselung der Prozessorleistung von älteren iPhones zahlen.
faz.net

HINTERGRUND

Duisburg und Huawei arbeiten an der Smart-City: Die Stadt Duisburg kooperiert mit Huawei in Sachen Smart-City. Laut einer Erklärung der Stadt, beteilige sich Huawei an einer “innovativen informations- und kommunikationstechnischen Lösung mit Partner-Ökosystem”. Für Duisburgs Oberbürgermeister geht es bei der Zusammenarbeit vor allem um die Transformation hin zu einer zukunftsfähigen Stadt, die intelligente Verkehrslenkung und Klassenzimmer mit Internetanschluss umsetzt. Huawei stellt dabei vor allen Dingen die Infrastruktur, auf der die gesammelten Daten zusammenlaufen. Einige Experten sehen die Zusammenarbeit zwischen deutschen Städten und Firmen wie Huawei kritisch. Dem Unternehmen wird immer wieder vorgeworfen nicht unabhängig Volksrepublik China zu agieren. Die Kooperation zwischen Duisburg und Huawei ist zunächst auf fünf Jahre festgelegt. Die Stadt sieht jedenfalls momentan keinen Grund zur Besorgnis. Notwendige Sicherheitsvorkehrungen seien getroffen worden.
handelsblatt.com

Vernetzung im Smart-Home wird wichtiger: Immer mehr Geräte machen die eigenen Wohnung zum Smart-Home. Neben intelligenten Heizungen zählt dazu zum Beispiel die Sprachsteuerung, mit der die Technik bedient werden kann. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen weist darauf hin, dass neben den richtigen Gerätschaften für ein Smart-Home vor allem die Vernetzung der Geräte und Systeme mit einer zentralen Steuerungseinheit, dem sogenannten Gateway wichtig ist. Da die Vernetzung meist über den Internet-Router läuft, zählt dabei vor allem eine gute Verbindung. Veraltete Geräte sorgen hier für eine unzureichende Vernetzung der verschiedenen Gadgets. Neben der stabilen Verbindung zählt aber auch Sicherheitsinfastruktur, gerade bei Unternehmen. Vor allem ungeschützte Kameras sind ein beliebter Angriffspunkt für Hacker.
rp-online.de

ZITAT

“Während Elektronik und Software in der Regel nach wenigen Jahren ersetzt werden, erfolgen zum Beispiel Investitionen für im Boden vergrabene Trinkwasserleitungen auf 50 und mehr Jahre hinaus. Dieses Spannungsfeld gilt es zu überbrücken.”
Andreas Rüst, Dozent für angewandte Computertechnik an der ZHAW, spricht im Interview über Logistik und das Internet der Dinge.
netzwoche.ch

NOT SO SMART…

Hacker steuern dank Sicherheitslücke die Heizung: Die IT-Sicherheitsfirma Eset hat eine Sicherheitslücke in Wlan-Chips entdeckt. Diese ermöglicht es Hackern, Einblicke in verschlüsselte Datenpakete, die verschickt werden, zu bekommen. Die Entdecker gaben der Lücke den Namen “Kr00k”. Bei den betroffenen Chips handelt es sich um Produkte der Firmen Broadcom und Cypress. Diese finden unter anderem Anwendung in iPhones, Samsungs Galaxy-Smartphones und dem Amazon Kindle 8, sowie in Kameras und Heizungssteuerungen. Im Experiment mit der Kr00k-Schwachstelle konnten die Sicherheitsexperten ein Smartphone und alle damit verbundenen Geräte kontrollieren. So wurde es unter anderem möglich, die Temperatur einzelner Räume zu erhöhen oder Jalousinen an Fenstern zu bedienen. Zwar soll die jetzt gefundene Lücke weniger gefährlich sein, als ähnliche, in der Vergangenheit gefundene. Sicherheitsexperten raten jedoch trotzdem dazu, alle Wlan-fähigen Geräte im Haushalt zu updaten.
sueddeutsche.de

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