KW9: Volkswagen und Microsoft bauen Zusammenarbeit bei Cloud-Diensten aus, Verkehrsministerium fördert Drohnen und Flugtaxis mit 15 Millionen Euro, Sparkassen prüfen Einführung von Apple Pay

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NACHRICHTEN

Volkswagen und Microsoft bauen Zusammenarbeit bei Cloud-Diensten aus: Der Wolfsburger Autobauer VW und das amerikanische Softwareunternehmen Microsoft haben sich im vergangenen Jahr auf eine strategische Partnerschaft geeinigt, zu der jetzt konkrete Handlungspläne angekündigt wurden. Bei einem Treffen zwischen VW-Chef Herbert Diess und Microsoft-Vorstandschef Satya Nadella am Mittwoch im digitalen Entwicklungslabor von Volkswagen in Berlin kündigten die Unternehmen an, die Zukunft der Mobilität für Menschen überall auf der Welt gemeinsam gestalten zu wollen. So sollen die Elektroautos der I.D.-Familie, die 2020 auf den Markt kommen sollen, auf der Azure-Technik von Microsoft basieren. Microsoft Azure soll mit Diensten rund um Cloud, künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge die Basis eines wachsenden digitalen Ökosystems von VW werden.
faz.net

E-Scooter könnten schon im Frühjahr in Deutschland unterwegs sein: Auch in Deutschland sollen E-Tretroller und weitere Elektrokleinstfahrzeuge schon bald offiziell unterwegs sein können. Verkehrsminister Andreas Scheuer soll die Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge nach mehreren Korrekturdurchläufen nun unterschrieben haben. Um in Kraft zu treten, muss die Verordnung noch durch die EU-Kommission sowie den Bundesrat. In den vergangenen Monaten waren viele unterschiedliche Faktoren wie eine Mofa-Prüfbescheinigung oder ein Kennzeichen für die Verordnung im Gespräch, diese Ideen wurden nun fallen gelassen. Fahrer eines Elektrokleinstfahrzeugs mit Lenkstange benötigen jedoch eine Versicherung samt Plakette am Fahrzeug. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 Kilometer pro Stunde, gefahren werden soll auf den Radwegen. Anbieter wie Lime oder Bird, die bereits in anderen europäischen Ländern aktiv sind und E-Tretroller verleihen, wachsen beständig.
t3n.de

Verkehrsministerium fördert Drohnen und Flugtaxis mit 15 Millionen Euro: Das Verkehrsministerium will mit einem Förderprogramm 15 Millionen Euro für die Entwicklung und Erprobung von Flugtaxis bereitstellen. Darüber hinaus sollen Schnellläufer-Projekte mit jeweils bis zu 500.000 Euro sowie Studien mit jeweils bis zu 100.000 Euro unterstützt werden. Das Verkehrsministerium erhofft sich von den neuen Technologien vielseitige Einsatzfelder in zahlreichen Branchen, die bislang kaum vorstellbar erschienen. Auch individuelle Luftmobilität mithilfe von Flugtaxis soll möglich werden. Man stehe am Beginn der Entwicklung einer neuen Dimension von Luftverkehr, heißt es in dem Ideen- und Förderaufruf des Ministeriums.
heise.de

Sparkassen prüfen Einführung von Apple Pay: Die kontaktlose Bezahlung an Terminals im Einzelhandel sowie Online-Shopping mithilfe von Apple Pay war Kunden der Sparkassen vorerst nicht möglich. Die Sparkassen bieten derzeit eine eigene App für Android-Geräte an. Apple weigerte sich bisher, die für Banking-Apps essentielle NFC-Schnittstelle für Drittanbieter freizugeben. Hintergrund seien Sicherheitsbedenken. Jedoch dürfte sich in dieser Hinsicht einiges tun. Am Montag erklärte ein Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, dass man sehr positive Gespräche mit Apple führe. So soll herausgefunden werden, ob Apple Pay für alle Sparkassenkunden eingeführt werden kann. In Deutschland arbeitet Apple bisher unter anderem mit der Deutschen Bank, HypoVereinsbank, Comdirect, N26 und American Express zusammen. Die hierzulande gängige Girokarte wird dabei jedoch nicht unterstützt.
heise.de

Ländlicher Raum: Digitalisierung kommt kaum voran topagrar.com
Energie sparen: Wie intelligent ist ein Smart Home wirklich? oldenburger-onlinezeitung.de
Sofortzahlungen: EU-Kommission will Gegengewicht zu Mastercard und Visa schaffen handelsblatt.com
Start-Up Loadfox: Mitfahrzentrale für LKW handelsblatt.com

ZAHL DER WOCHE

Rund 470 Gramm wiegt das neue Power Max P18K Pop des französischen Unternehmens Energizer. Das Smartphone, das wie ein Ziegelstein in der Hand liegt, verspricht mit einer Akkukapazität von 18.000 mAh zwei Tage Videovergnügen oder 50 Tage Standby.
golem.de

HINTERGRUND

Berlin hat beim Smart Home die Nase vorn: Berliner Firmen gehören bundesweit zu den Vorreitern im Bereich der intelligenten Gebäudetechnik. Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung Berlin, rechnet vor, dass 42 Prozent der Unternehmen im Bereich Property Tech ihren Firmensitz in der Hauptstadt haben. Die Unternehmen haben große Visionen. Durch die Vernetzung von Gebäuden lasse sich eines Tages zum Beispiel Energie in Stadtvierteln tauschen, mit Sensordaten aus Quartieren könnten Vorhersagen fürs Mikroklima oder Feinstaub gemacht werden. Davon ist Zimmer überzeugt. Zimmer sieht jedoch insbesondere die Wohnungsbaugesellschaften und Hausverwaltungen in der Pflicht, dem Siegeszug des Smart Homes unter die Arme zu greifen. Viele Gesellschaften warteten erstmal ab, bevor sie wirklich handeln.
tagesspiegel.de

Leitungswechsel am DFKI: Am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz steht nun nach der Übergabe des früheren Leiters Wolfgang Wahlster mit Professorin Jana Koehler erstmals eine Frau an der Spitze des Instituts. Die Informatikerin wird das Forschungszentrum leiten, an dem seit Jahren zu Themen wie Big Data, Industrie 4.0 und kontrolliertem Lernen der KI geforscht wird. Wolfgang Wahlster machte in seinen 30 Jahren am DFKI das Zentrum zu einem der wichtigsten Innovationszentren des Landes, über Jana Koehler als Nachwuchs freut er sich insbesondere, weil sie früher bei ihm ihre Doktorarbeit geschrieben habe. Koehler blickt selbstbewusst in das Rennen um die digitale Vorherrschaft. Dass Deutschland in Sachen Künstlicher Intelligenz hinterherhinkt und längst von China und den USA abgehängt wurde, sieh Jana Koehler nicht.
zdf.de

ZITAT

„Was Handys angeht, ist Apple erledigt – und das wissen sie auch. Deswegen versuchen sie sich jetzt auch an anderen Dingen.“
Der Designer Philippe Starck sieht die Tage für Apple auf dem Smartphone-Markt gezählt. Für Starck entwickelt sich die Produktwelt hin zur Entmaterialisierung. Je weniger Produkt, desto besser. Dabei wird die angebotene Rechen- und Arbeitsleistung immer größer.
sueddeutsche.de

NOT SO SMART…

Wie ein Smartphone Ekel auslöst: Trypophobie, das ist die Angst eines Menschen als Reaktion auf eine Ansammlung zahlreicher kleiner Löcher oder unregelmäßiger Muster. Die Samenhülse der Indischen Lotusblume wird dafür gerne als Beispiel genommen, um zu veranschaulichen, welche Muster den Ekel auslösen. Beim Mobile World Congress stellte der finnische Konzern HMD Global das Nokia 9 Pureview vor, welches ungewöhnlicherweise über fünf gleich große Kameras an der Rückseite verfügt. Reaktionen im Netztzeigten, dass das Smartphone ähnliche Reaktionen von Angst oder Ekel auslöst wie jene Muster, die Trypophobiker als Auslöser identifizieren. Trypophobie ist allerdings keine klinisch anerkannte Phobie. Betroffene leiden an körperlichem Unwohlsein, wenn sie eine Ansammlung kleiner Löcher oder unregelmäßige Muster sehen.
welt.de

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