KW13: EU-Abgeordnete stimmen aus Versehen für Uploadfilter, Volkswagen vernetzt sich mit Amazon, Apple stellt Streamingdienst vor

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NACHRICHTEN

EU-Abgeordnete stimmen aus Versehen für Uploadfilter: Das ist so gar nicht smart – Abgeordnete des EU-Parlaments hatten in der Abstimmung über die Urheberrechtsreform am Dienstag in Brüssel versehentlich für die Uploadfilter gestimmt, wie aus aus Korrekturlisten aus dem EU-Parlament nach der Abstimmung hervor geht. Demnach hätte es lediglich 5 Stimmen mehr benötigt, um Änderungen an Artikel 13 (der jetzt in Artikel 17 umbenannt wurde) und Artikel 11 vorzunehmen. 312 Parlamentarier waren dafür, 317 dagegen und 24 haben sich enthalten. Abgeordnete, die den falschen Knopf gedrückt haben, können ihr Abstimmungsverhalten allerdings im Nachhinein für das Protokoll korrigieren, wovon 13 Parlamentarier Gebrauch machten. Ansonsten gilt: Abgestimmt ist abgestimmt. Parlamentspräsident Antonio Tajani betonte, er hoffe, dass klar sei, worüber abgestimmt wird. Scheinbar gab es in den Fraktionen Verwirrung über die Inhalte der Abstimmung. Während Phasen der fehlenden Konzentration uns allen unterlaufen können, wäre ein wenig mehr Fokus bei so einer wichtigen Abstimmung über die Zukunft des europäischen Internets sicher nicht schlecht gewesen.
watson.de

Volkswagen vernetzt sich mit Amazon: Volkswagen gab am Mittwoch bekannt, dass der Automobilhersteller in Zusammenarbeit mit dem Onlineversandhändler Amazon die „Volkswagen Industrial Cloud“ aufbauen will, welche die Maschinen und Anlagen der 122 VW-Werke weltweit vernetzen soll. Dafür wurde eine mehrjährige Partnerschaft zwischen den beiden Konzernen geschlossen. Die Partnerschaft bei den Cloud-Diensten solle helfen, Abläufe und Prozesse in der Fertigung zu verbessern, um die Produktivität der Werke zu steigern, heißt es. Auf Servern im Netz sollen Maschinen und Daten vernetzt und von überall zugänglich gemacht werden. Bisher unterschieden sich die Systeme in Teilen von Standort zu Standort.
tagesspiegel.de

Zahlung per Monatsabrechnung bei Amazon jetzt möglich: Beim Onlineversandhändler Amazon wird ab sofort in Deutschland, Österreich und Finnland die Monatsabrechnung als neue Zahlungsmethode angeboten. Künftig sollen Kunden dann einmal monatlich eine Rechnung erhalten, die innerhalb von 14 Tagen beglichen werden muss. Bei pünktlicher Zahlung bleibt diese Methode kostenlos. Amazon führt vermutlich bei seinen Kunden eine laufende Bonitätsprüfung durch. In der Anleitung zur Monatsabrechnung ist die Rede von einer Validierung der persönlichen Daten des Kunden. Für Geschäftskunden steht die neue Zahlungsmethode jedoch nicht offen.
t3n.de

Apple stellt Streamingdienst vor: Am Montagabend stellte Apple-Chef Tim Cook im kalifornischen Cupertino den neuen Apple Streamingdienst vor. Laut „Wall Street Journal“ soll der Dienst den hausinternen Namen „Netflix-Killer“ tragen. Mit diesem Schritt könnte sich Apple die Emanzipation von seinen sinkenden iPhone-Einnahmen erhoffen. Neben eigenen Inhalten, die unter anderem Stars wie Jennifer Aniston oder Reese Whitersppon in eigenen Serien zeigen sollen, will Apple auch als Plattform-Unternehmen für andere Dienste agieren. Nutzer sollen Zugriff erhalten auf Inhalte verschiedener teilnehmender Dienste wie HBO, Showtime und Starz. Netflix ist nicht dabei. Apple muss sich nun die Reputation, die die Streaming-Größen wie Netflix bereits haben, erarbeiten.
tagesschau.de

Sprachassistenten: Gute Technik mit Abstrichen beim Datenschutz deutschlandfunk.de
Kabel-Glasfasernetz: Vodafones analoge Programme haben ausgedient heise.de
Apple Card: Apple stellt Kreditkarte in den USA vor golem.de
EKG-Funktion: Apple Watch kann Herzprobleme erkennen spiegel.de
Messenger mit Datenschutz: Telegram-Nutzer können Nachrichten jederzeit löschen heise.de

ZAHL DER WOCHE

Lediglich Platz zwei bekommt der Suchmaschinengigant Google bei einem Test der Stiftung Warentest zugewiesen und liegt damit hinter dem Anbieter Startpage, der mit der Bestnote 2,3 bewertet wurde. Zwar liefere Google die besten Suchergebnisse und den größten Nutzerkomfort, Abzüge in der Bewertung gab es jedoch für grobe Datenschutzmängel. Google war den Testern daher insgesamt nur die Note Befriedigend (2,7) wert.
techbook.de

HINTERGRUND

Apple droht in den USA Einfuhrstopp für iPhones: Aufgrund der Entscheidung einer Richterin der US-Handelsbehörde International Trade Commission, dass einige Modelle von Apples iPhone ein Qualcomm-Patent verletzen, droht dem Konzern nun ein Verkaufsverbot im seinem Heimatmarkt. Sie werde Einfuhreinschränkungen empfehlen, schrieb die Richterin in ihrer am Dienstag veröffentlichten Entscheidung. Welche Produktreihen genau davon betroffen wären, ist allerdings noch unklar. Es geht aber um Geräte mit Chips des Qualcomm-Rivalen Intel, die Apple mittlerweile in allen aktuellen Modellen verbaut. Die Entscheidung der Richterin muss jedoch noch durch die gesamte, sechsköpfige Kommission bestätigt werden.
heise.de

Deutsche Bahn rüstet ICs mit WLAN auf: Nach Vorbild der ICE-Züge will die Deutsche Bahn bis Ende 2021 rund 1000 Intercity-Züge mit kostenlosem WLAN aufrüsten. Dazu sollen rund 48 Millionen Euro investiert werden, wie die Bahn am Dienstag in Berlin bekannt gab. Bereits seit Mitte März sind einige IC-Züge testweise mit kostenlosem WLAN unterwegs. Neue Polster und Toiletten in den älteren Intercity-1-Zügen lässt sich die Bahn weitere 18 Millionen Euro kosten.
wiwo.de

ZITAT

„Dieser Dienstag ist ein schwarzer Tag für die Netzfreiheit.“
Julia Reda sieht mit der Entscheidung des EU-Parlamentes am Dienstag für die Urheberrechtsreform dunkle Wolken über dem Internethimmel heraufziehen. Deshalb fordert die Piraten-Politikerin die Netzgemeinde auf, den Kompromiss doch noch zu stoppen. Wenn die Bundesregierung ihre Zustimmung im Europäischen Rat zurückziehe, könne die Reform nicht in Kraft treten.
zeit.de

NOT SO SMART…

Flugzeug landet versehentlich in Schottland: Passagiere des Fluges BA3271 schlummerten in freudiger Erwartung darauf, nach ihrem frühmorgendlichen Flug über den Ärmelkanal den Boden westlich des Rheins betreten zu können. Dass sie den aber niemals überquert haben, scheint ihnen erst bewusst geworden zu sein, als die Ansage mit den Worten „Willkommen in Edinburgh“ durch die Kabine hallte. Die ursprüngliche Destination des British Airways Fluges war Düsseldorf gewesen, stattdessen ging es aufgrund falsch eingereichter Flugpapiere in den Norden der britischen Inseln. Nach der Fehllandung bat der Pilot die Passagiere dann, die Hände zu heben, wenn sie nach Düsseldorf fliegen wollten. Um 10.30 ging es nach zweistündigem Stillstand auf dem Flugfeld von Edinburgh wie geplant nach Düsseldorf. Vermutlich hoben alle Passagiere die Hände.
bbc.com

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