KW12: Vodafone präsentiert vernetzten Türöffner für Paketboten, EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN, Wikipedia aus Protest gegen Urheberrechtsreform offline

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NACHRICHTEN

Vodafone präsentiert vernetzten Türöffner für Paketboten: Vodafone hat gemeinsam mit dem Hamburger Startup Uniberry ein ein digitales Türöffner-System vorgestellt, welches Paketboten künftig die Auslieferung von Paketen erleichtern soll. Ein kleines Kästchen an der Haustür, das Empfänger und Zusteller über das Internet der Dinge miteinander vernetzt, liest den Barcode am Paket aus, um die Zustellung zu prüfen, und öffnet im Anschluss die Tür. Direkten Zugang zur Wohnung bekommen die Paketboten damit jedoch nicht – das System ist vor allem für Mehrfamilienhäuser gedacht. Die Sendung könnte dann zum Beispiel vor der Haustür abgelegt werden. Laut Vodafone ist auch in anderen Bereichen ein Einsatz denkbar, beispielsweise bei Hausbesuchen von Pflegekräften oder der Auslieferung von Essensbestellungen. Bewohner können online temporäre Zugangsschlüssel generieren und Gästen per E-Mail schicken. Vodafone vertreibt den digitalen Türöffner von Uniberry im Rahmen des Accelerator-Programms Uplift. In diesem Rahmen arbeitet Vodafone mit verschiedenen Anbietern von IoT-Anwendungen zusammen.
t3n.de

EU setzt bei vernetztem Fahren weiter auf WLAN: Aus den am vergangenen Donnerstag beschlossenen Vorgaben zum autonomen Fahren der Europäischen Union geht hervor, dass die EU in der Kommunikation von Fahrzeugen weiterhin auf einen „hybriden Kommunikationsmix“ mit verschiedenen Mobilfunkstandards setzt. Die beschlossenen Vorgaben sollen die Einführung kooperativer intelligenter Verkehrssysteme (C-ITS) auf europäischen Straßen beschleunigen. Ziel ist, dass im Sinne der Interoperabilität jeder mit jedem sprechen kann, im Sinne der Kompatibilität soll die Fähigkeit dazu immer gegeben sein. Für kurze, zeitkritische Dienste soll der WLAN-Standard 802.11p genutzt werden, der auch pWLAN oder ITS-G5 genannt wird und eigens für diesen Zweck entwickelt wurde und im 5,9-GHz-Frequenzband funkt. Für größere Entfernungen und „weniger zeitkritische Dienste“ sollen bestehende oder künftige Mobilfunknetzwerke genutzt werden. Dazu zählt die Regelung die Standards 3G und 4G. Die Autoindustrie ist derweil gespalten, welcher Standard bei welchem Szenario zum Einsatz kommen sollte.
golem.de

Wikipedia aus Protest gegen Urheberrechtsreform offline: „Dies ist unsere letzte Chance. Helfen Sie uns, das Urheberrecht in Europa zu modernisieren“. Diese Worte prangerten heute ganz oben auf einer ansonsten schwarz gefärbten Seite der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Das Portal will mit seiner 24-stündigen Sendepause gegen die geplante Urheberrechtsreform protestieren, über die am kommenden Dienstag abgestimmt werden soll. Wikipedia fürchtet, dass sich die geplante EU-Reform des Urheberrechts nur mit fehleranfälligen Filtern umsetzen lässt, welche zu einer Zensur von hochzuladenden Inhalten führen könnten. Allerdings ist die Wikipedia selbst von Artikel 13 der neuen Urheberrechtsrichtlinie ausgenommen. Dennoch, so die Befürchtung der Community, „wird das freie Wissen selbst dann leiden, wenn Wikipedia eine Oase in der gefilterten Wüste des Internets bleibt.“ Die deutschsprachige Wikipedia umfasst aktuell knapp 2,3 Millionen Artikel und wird etwa 30 Millionen Mal am Tag abgerufen. Wikipedia belegt in Deutschland platz sieben der am meisten aufgerufenen Webseiten.
dw.com

Lufthansa öffnet Bonusprogramm für Bahn und Flixbus: Der Lufthansa Innovation Hub bietet mit seiner neuen App „Rydes“ ein Bonusprogramm an, das zahlreiche Mobilitätsdienste unter einem Dach vereint und Nutzern die Möglichkeit bietet, Punkte zu sammeln und diese einzulösen. Darunter sind Airlines, ÖPNV-Betreiber und Sharing-Anbieter, E-Tretroller sollen in Zukunft hinzukommen. Eingelöst werden können die verdienten Punkte bei Gutschein-Partnern wie Nike, Netflix oder Spotify. Gerald Wissel, Luftfahrtexperte der Beraterfirma Airborne, erklärte, dass der Nutzen für die Lufthansa bestehe insbesondere aus dem Sammeln der Nutzerdaten. Die neue App setzt neue Maßstäbe hinsichtlich des Payback-Prinzips im Mobilitätssektor, das es in dieser Ausprägung bisher noch nicht gegeben habe.
gruenderszene.de

VW-Fahrdienst Moia startet am 15. April in Hamburg: Der VW-Konzern steigt mit dem Dienst Moia in den Markt der Mobilitätsdienstleistungen in Großstädten ein. Wie die Geschäftsführer Ole Harms und Robert Henrich am Donnerstag in Hamburg mitteilten, soll das elektrisch angetriebene Sammeltaxi Moia am 15. April seinen Dienst mit 100 Kleinbussen in der Hansestadt beginnen. Ziel ist, bis Ende des Jahres 500 der elektrischen Kleinbusse auf Hamburgs Straßen zu bringen. Es handele sich bei Moia nicht einfach um eine App, sondern um ein hochkomplexes Produkt. Rund 150 IT-Entwickler arbeiten in Hamburg an den Algorithmen und dem zugrundeliegenden Gesamtsystem.
sueddeutsche.de

Verspätungen: Bahn will Entschädigungsanträge digitalisieren wiwo.de
Volkswagen China und FAW-Volkswagen: Joint Venture für digitale Fahrzeugdienste waz-online.de
Wie bei Whatsapp: Facebook Messenger macht Gruppen-Chats übersichtlicher t3n.de
Steigende Preise: Smartphones werden immer teurer deutschlandfunknova.de
Apple Pay: Nach nur drei Monaten Schluss bei Zalando heise.de

ZAHL DER WOCHE

Fast 600.000 Funklöcher erfasst die „Funkloch-App“ der Bundesnetzagentur. Insgesamt wurden demnach in dem Dreimonatszeitraum zwischen dem 30. Oktober 2018 und dem 31.Januar 2019 64,4 Millionen Messpunkte erfasst. Dabei gab es in 599.558 Fällen „kein Netz“.
tagesspiegel.de

HINTERGRUND

Digitalisierung torpediert Klimabemühungen: Laut einer Studie der Organisation „The Shift Project“ sorgen die zunehmende Nutzung von digitalen Dienstleistungen und die Produktion der dafür notwendigen Geräte für erhöhte Emissionen von Treibhausgasen. Zusammengenommen ist Digitaltechnik mittlerweile für 3,7 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Bis zum Jahr 2025 könnte dieser Anteil auf bis zu acht Prozent ansteigen. Zum Vergleich: Der Luftverkehr kam im Jahr 2018 auf rund 2 Prozent. In die Berechnungen zur Gesamtbelastung durch Digitaltechnik bezogen die Shift-Forscher Smartphones und Laptops samt den dahinter liegenden Infrastrukturen, Intelligente Fernseher, vernetzte Smart Home-Geräte sowie den vernetzten industriellen Bereich ein.
heise.de

Berliner Gründer drohen ihre Investoren an Paris zu verlieren: Eine am Dienstag veröffentlichte Analyse der Beratungsgesellschaft EY zeigt auf, dass Paris die deutsche Hauptstadt bald als Start-Up Innovationshub ablösen könnte. Laut Analyse wurden im vergangenen Jahr rund 2,5 Milliarden Euro in Startups in Paris investiert, was einem Anstieg von 39 Prozent im Vergleich zu 2017 entspricht. Dem gegenüber steht ein Rückgang an Investitionen in Höhe von 12 Prozent bei Berliner Startups. Bei der Zahl der Deals war Paris Berlin schon überlegen. Grund für die Entwicklung könnte ein attraktiverer regulatorischer Rahmen in Frankreich sein: In Frankreich gebe es etwa unkomplizierte Aufenthaltsgenehmigungen für Gründer, massive Steuererleichterungen für Pioniere und Investoren und günstige Kredite vom Staat. Um den ersten Platz muss sich eine Stadt jedoch keine Sorgen machen: London. Dort wurden im vergangenen Jahr rund 5 Milliarden Euro in Startups investiert.
t3n.de

ZITAT

„Wenn die erste und die letzte Meile eine Herausforderung ist, ist das oft eine Entscheidung gegen den Bus oder den Zug.“
Christoph Weigler von Uber Deutschland erhofft sich von der Kooperation seines Unternehmens mit Flixbus, dass Passagiere künftig nicht mehr davor zurückschrecken werden, den Bus zu nehmen.
n-tv.de

NOT SO SMART…

Südkorea testet Warnsystem für Smartphone-Zombies: Im südkoreanischen Ilsan wird derzeit ein Warnsystem für Autofahrer und Fußgänger getestet, dass die Verkehrsteilnehmer voreinander warnen soll, falls sie sich zu nahe kommen. Gestützt wird das System von zahlreichen Sensoren, Fußgängerübergänge werden mit Lasern und Leuchtdioden ausgestattet. Falls ein Fußgänger beim Überqueren der Straße ein sich näherndes Auto nicht bemerken sollte, wird der Fahrer des Autos durch aufleuchtende Lichtsignale gewarnt, der Fußgänger bekommt gleichzeitig eine Warnung auf sein Smartphone. So könnte man bei der nächsten Straßenüberquerung animiert sein, den Blick zu heben und die Verkehrslage zu sichten.
golem.de

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