KW11: Bundesregierung enttäuscht mit Startup-Politik, Telegram wächst binnen 24 Stunden um 3 Millionen Nutzer, Spotify wirft Apple unfairen Wettbewerb vor

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NACHRICHTEN

Bundesregierung enttäuscht mit Startup-Politik: Der Branchenverband Bitkom zeichnet ein ernüchterndes Bild der Ergebnisse der im Koalitionsvertrag festgehaltenen Startup-Politik. Neun der beschlossenen Punkte seien bisher überhaupt nicht angegangen worden, bei zwölf weiteren handele es sich lediglich um Fortführungen bestehender Maßnahmen. Nur vier der 25 Punkte im Vertrag hat die Bundesregierung komplett umgesetzt. Bisher nicht umgesetzt wurden etwa Anpassungen im Insolvenzrecht, die Einführung einer Gründerzeit ähnlich der Familienpflegezeit, Zuschüsse für haushaltsnahe Dienstleistungen, die Auflage eines großen nationalen Digitalfonds mit der deutschen Industrie oder die Förderung von Social Entrepreneurship. Als besonders wichtig erachtet der Bitkom den großen nationalen Digitalfonds, mit dem institutionelle Investoren gewonnen werden könnten. Darauf warten Startups aber bisher vergeblich.
gruenderszene.de

Index der smarten Städte: Der Unternehmensberater Roland Berger hat die fortschrittlichsten Städte anhand eines Index identifiziert. Seine Bewertung basiert dabei auf drei Smart-City-Dimensionen, zwölf Kriterien und 31 Sub-Kriterien, anhand derer weltweit 153 Städte analysiert wurden. Die Stadt, die das Ranking der lebenswertesten Stadt der Welt anführt, findet sich auch hier wieder – die österreichische Hauptstadt Wien überzeugte im Ranking mit ihrer ganzheitlichen Rahmenstrategie und innovativen Lösungen für Mobilität, Umwelt, Bildung, Gesundheit und Verwaltung. Danach folgen Singapur und London sowie Chicago und Shanghai. Als einzige deutsche Stadt findet sich Berlin im Ranking wieder. Der Trend zur Smart-City ist jedoch deutlich zu erkennen. Die Zahl der Städte mit Smart-City-Strategie hat sich in den vergangenen zwei Jahren von 87 auf 153 fast verdoppelt.
t3n.de

Apple kauft Start-Up Laserlike, um Siri zu verbessern: Apple hat das Startup Laserlike übernommen, wie ein Sprecher des Konzerns bestätigte. Ziel der Übernahme des von drei ehemaligen Google-Entwicklern gegründeten Unternehmens ist, die Ergebnisse von Siri-Suchen sowie Apples KI und Maschinellem Lernen zu verbessern. Das von Ex-Google-Suchchef John Giannandrea geleitete Laserlike-Team hat sich zum Ziel gesetzt, über Siri gestartete Suchanfragen auf eigener Hardware selbst zu beantworten. Siri-Vorschläge sind unter anderem in die System-Suche des iPhones integriert und werden auch als oberste Treffer im Browser Safari ausgeliefert. Als Standard-Suchmaschine setzt Apple allerdings weiterhin auf Google, was Konzernchef Tim Cook öfter Kritik einbrachte.
heise.de

Telegram wächst binnen 24 Stunden um 3 Millionen Nutzer: Facebook, Whatsapp und Instagram hatten am frühen Mittwochabend mit Störungen zu kämpfen und waren teilweise für Stunden in Deutschland, Europa und den USA down. Ein anderer Messenger durfte sich jedoch über wachsenden Zulauf von verzweifelten Social-Media Nutzern freuen: Telegram. Gründer Pavel Durov verkündete, dass sich in den letzten 24 Stunden etwa drei Millionen neue Nutzer beim Messenger angemeldet hätten. „Wir haben echte Privatsphäre und unbegrenzten Raum für alle“, begrüßte Durov die drei Millionen Telegram-Neulinge. Telegram ist insbesondere aufgrund der Datensicherheit seiner Nutzer eine willkommene Alternative zu Diensten wie WhatsApp und Facebook, die zunehmend in der Kritik stehen. Telegram ist vor allem in jenen Ländern beliebt, in denen autoritäre Regime an der Macht sind. Telegram wirbt für sich mit der Tatsache, dass seit seiner Gründung im August 2013 nicht ein Byte an Daten an Dritte weitergegeben wurde.
t3n.de

Spotify wirft Apple unfairen Wettbewerb vor: Der Musikstreamingdienst Spotify geht vor der EU-Kommission gegen den US-amerikanischen Technologiekonzern Apple vor. Spotify wirft Apple aufgrund der Regeln in seinem App Store unfairen Wettbewerb vor. Spotify kritisiert, dass App-Anbieter nur 70 Prozent der durch Apps generierten Erlöse bekommen, während der Rest bei Apple verbleibt. Dies betrifft auch Käufe innerhalb von Apps, wie beispielsweise Abo-Abschlüsse. Die Regelung führte dazu, dass Spotify Premium-Abos für seinen Musikstreamingdienst in der iPhone-App eine Zeit lang teurer als im Web anbot, um die Abgaben an Apple zu kompensieren. Spotify-Chef Daniel Ek kritisiert, dass die Regelung die Auswahl für Verbraucher einschränke und Innovationen bremse. Apple Music ist nach Spotify die Nummer Zwei auf dem Streamingmarkt.
spiegel.de

Bundesnetzagentur: Nur 13 Prozent bekommen im Festnetz die volle Datenrate golem.de
Google: Jeden Tag sechs Millionen betrügerische Anzeigen gelöscht t3n.de
Ridepooling: Moia stromert ab Mitte April durch Hamburg heise.de
Künstliche Intelligenz: Warum wir oft ein falsches Bild haben spiegel.de
Kölnmesse: Gamescom bleibt in Köln golem.de

ZAHL DER WOCHE

30 Jahre alt wird in dieser Woche die Erfindung, ohne die man sich über ein „smartes Leben“ gar keine Gedanken machen würde – das Internet. Am 12. März 1989 stellte der Brite Tim Berners-Lee sein Konzept für ein vernetztes Informationssystem am Schweizer Kernforschungszentrum CERN vor. Dafür dachte sich der Brite eine neue Sprache aus, den Hypertext HTML (Hypertext Markup Language). Damit werden Internetseiten bis heute dargestellt.
tagesspiegel.de

HINTERGRUND

EU-Digitalsteuer gescheitert: Trotz monatelanger Verhandlungen haben sich die EU-Staaten nicht auf eine gemeinsame Steuer für Digitalkonzerne wie Google und Facebook einigen können, wie der rumänische Finanzminister Eugen Teodorovici bekannt gab. Anstelle der EU-weiten Digitalsteuer solle nun eine globale Mindestbesteuerung ausgearbeitet werden. Auf Ebene der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer solle dieses Ziel bis Sommer 2020 erreicht werden. Wenn dies nicht gelinge, werde sich Deutschland eng mit Frankreich abstimmen, hieß es weiter. Die Regierung in Paris plant eine dreiprozentige Digitalsteuer für Internetgiganten, die jährlich 500 Millionen Euro einbringen soll.
spiegel.de

Digitalisierung treibt Fusionen und Übernahmen voran: Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group hat sich der Wert von Fusionen und Übernahmen, die den Erwerb von digitalem Know-How zum Ziel haben, mehr als verdoppelt. Deren Wert lag 2017 noch bei 658 Milliarden Dollar, 2012 waren es lediglich 278 Milliarden Dollar gewesen. Besonders im Fokus stünden Finanz-Start-ups, Internet-der-Dinge-Geschäftsmodelle, Robotertechnik und Mobilitätslösungen. Firmenkäufe würden vorrangig genutzt, um Wachstum zu beschleunigen und zusätzliches Know-how ins Unternehmen zu holen.
handelsblatt.com

ZITAT

„Wenn Sie ihn mit dem Smartphone erfassen, lädt ein Video, das ich noch aufnehmen werde, bevor ich abkratze.“
Der deutsch-luxemburgische Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator Jean Pütz hat eine skurrile Idee, wie er sich verewigen lassen kann: Auf seinem Grabstein soll ein QR-Code angebracht werden, der Besucher des Grabes zu einem Video führen soll, in dem Pütz sich bei den Hinterbliebenen bedankt. QR-Codes auf dem Grabstein sind allerdings nicht seine Erfindung – den Trend dazu gibt es schon länger.
heise.de

NOT SO SMART…

Champagner für den Brexit: Über zehn Millionen Flaschen Champagner haben französische Hersteller als Vorsorge für einen ungeordneten Brexit auf den britischen Inseln gelagert. Dies gab Jean-Marie Barillère, Vorsitzender des Produzentenverbands UMC bekannt. Bis Ende des Monats könnte die Zahl der Notfall-Schaumweine sogar auf 15 Millionen ansteigen. So sollen eventuelle Einfuhrzölle sowie Lieferengpässe durch Staus an den Grenzen vermieden werden. Großbritannien ist einer der größten Exportmärkte für französischen Champagner. Die Branche hofft, dass dort zum Brexit die Korken knallen – vor allem bei den Befürwortern des EU-Austritts.
faz.net

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