KW10: Smarte Straßenlaternen sollen die Digitalisierung in Städten vorantreiben, BMW und Daimler entwickeln gemeinsam autonome Autos, Apple erwirbt Patente von Lighthouse AI

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NACHRICHTEN

Smarte Straßenlaternen sollen die Digitalisierung in Städten vorantreiben: Geschätzt rund neun Millionen Straßenlaternen gibt es in Deutschland. Wenn diese mit smarten Technologien ausgestattet werden, ergibt sich daraus ein enormes Potential für die Zukunft intelligenter Städte. Sie könnten zur Zapfsäule für Elektroautos werden, bei der Parkplatzsuche helfen, Zugang zum Internet bieten, Luftschadstoffe messen oder mit Notruf-Knöpfen und Info-Bildschirmen bestückt werden. Auch als Basisstationen für das neue 5G-Mobilfunknetz sind die Lichtmasten im Gespräch. In Bochum rüstet Innogy in einem Innenstadtviertel Laternen mit WLAN und Sensoren auf, die freie Parkplätze am Gehweg melden sollen. Allerdings stehen der flächendeckenden Ausrüstung von Straßenlaternen hohe Kosten im Wege. Innogy beziffert die Kosten für seinen Smart Pole mit rund 10.000 Euro.
focus.de

BMW und Daimler entwickeln gemeinsam autonome Autos: Nachdem die beiden Autobauer BMW und Daimler erst in dieser Woche angekündigt hatten, eine gemeinsame Mobilitätsplattform entwickeln zu wollen, in der die Carsharing-Dienste Drivenow und Car2Go gebündelt werden sollen, wollen die beiden Konzerne nun auch im Bereich des autonomen Fahrens kooperieren. So sollen Fahrassistenzsysteme für Autobahnen und das Parken entwickelt und perfektioniert werden. Durch die Zusammenführung der großen Kompetenzen werde die Innovationskraft erhöht sowie die Verbreitung dieser Technologie beschleunigt, hielt Klaus Fröhlich, Entwicklungsvorstand bei BMW, fest. Daimler wolle dabei anstelle von individuellen Insellösungen ein zuverlässiges Gesamtsystem entwickeln. Auf diese Weise sollen Industriestandards beim autonomen Fahren gesetzt werden.
sueddeutsche.de

Apple erwirbt Patente von Lighthouse AI: Apple hat ein Patentportfolio des im Dezember vergangenen Jahres insolvent gegangenen Start-Ups Lighthouse AI erworben. Lighthouse AI hat ein smartes Überwachungssystem entwickelt, das beispielsweise bekannte von unbekannten Personen unterscheiden und so Häuser überwachen kann. Darüber hinaus kann das System auch Haustiere oder Saugroboter von Eindringlingen unterscheiden. Die von Apple erworbenen Patente beschreiben verschiedene Funktionen von intelligenten Kamerasystemen, weshalb Experten vermuten, dass Apple sich die darin enthaltene Expertise zur Verbesserung seiner Gesichtserkennung oder der iPhone-Kameras zunutze machen könnte. Apple kommentierte die Übernahme der Patente nicht.
housecontrollers.de

Amazon stellt Bestellknopf ein: Der Onlineversandhändler Amazon stellt seinen 2014 vorgestellten Dash-Bestellknopf ein. Dem Dash, der die Bestellung von Alltagsgegenständen per einfachem Knopfdruck erleichtern sollte, wurde nun durch eine erfolgreiche Klage deutscher Verbraucherschützer der Garaus gemacht. Die Richter des Oberlandesgerichtes München argumentierten, der Verbraucher erinnere sich nicht mehr an Einzelheiten der Produktbeschreibung, wenn er auf den Knopf drücke. Dass der Kunde die Information vorher in der App abrufen könnte, reiche nicht aus. Amazon will sich daher nur noch auf Online-Dienste konzentrieren.
sueddeutsche.de

The Pod: Smarte Matratze itopnews.de
Smart Home: Lösungen selten mit großen Energieeinsparungen energate-messenger.de
Home Office: Arbeitsminister will Recht gesetzlich festschreiben golem.de
Amazon: Bezahlte Produktbewertungen sollen offengelegt werden spiegel.de

HINTERGRUND

Wie das Smartphone unsere Beziehung verändert: Der Siegeszug der Smartphones in jeden Bereich unseres Lebens ist unangefochten. In allen Lebenslagen begleitet es uns und verändert so nicht nur unsere Möglichkeiten, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, sondern auch die Art und Weise, wie wir analog miteinander kommunizieren. Forschungen belegen, dass immer mehr Menschen unter „Technoference“ leiden.  US-amerikanische Forscher machen dafür unsere Evolutionsgeschichte verantwortlich – jede SMS, jeder Like führt zur Ausschüttung von Glückshormonen; ein Teufelskreis, der nur durch Achtsamkeit und mehr kulturelles Bewusstsein für das Smartphone-Problem gebrochen werden kann. Im schlimmsten Fall, so Paarberater, kann das Handy sich sogar zwischen eine funktionierende Beziehung stellen.
techbook.de

Altmaier will Schlüsseltechnologien nicht dem Ausland überlassen: Wirtschaftsminister Peter Altmaier will Zukunftstechnologien in Deutschland voranbringen. Die Abwanderung von Schlüsseltechnologien ins Ausland müsse vermieden werden, wie Altmaier am Dienstag vor einem Treffen mit Wirtschaftswissenschaftlern sagte. Nach den Vorschlägen soll der Staat in wichtigen Fällen für einen befristeten Zeitraum Firmenteile von Unternehmen, die sich zum Beispiel mit Künstlicher Intelligenz oder Stromnetzen befassen, erwerben können. Feindliche Übernahmen aus dem Ausland sollen so vermieden werden. Gabriel Felbermayr, Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, lobte die Pläne. Firmen wie Siemens und Thyssenkrupp einen Bestandsschutz zu geben, sei hingegen falsch. Die freie Marktwirtschaft solle erhalten bleiben.
handelsblatt.com

ZITAT

Bei der Realisierung eines Bauprojekts wie dem DFAB-House treffen traditionelle Bauweisen und neue Konzepte der digitalen Welt aufeinander. Der Weg vom digitalen Reissbrett zum realen Bau hat Wissenschaftler und Fachleute gefordert. Durch den konstruktiven Dialog wurde Visionäres praktisch umsetzbar und hoffentlich wird es bald in der Bauwirtschaft genutzt.
Mit dem DFAB-House wurde das weltweit erste bewohnte Haus eröffnet, das nicht nur digital geplant, sondern auch digital gebaut wurde – mit Hilfe von Robotern und 3D-Druckern. In dem Haus kommen unter anderem eine intelligente und mehrstufige Einbruchsicherung, automatisierte Blend- und Beschattungsmöglichkeiten sowie die neueste Generation vernetzter, intelligenter Haushaltsgeräte zum Einsatz.
3druck.com

NOT SO SMART…

Autonome Fahrzeuge haben ein Rassismusproblem: Forscher des Georgia Institute of Technology haben in einer Studie herausgefunden, dass soziale Vorurteile in der Programmierung von selbstfahrenden Autos verewigt werden. Die Forscher erkannten, dass Menschen mit hellerer Hautfarbe von selbstfahrenden Autos öfter erkannt wurden als dunkelhäutige Menschen. Demnach lag die Erkennungsrate der hellhäutigen Menschen im Schnitt um fünf Prozentpunkte über jener der Menschen mit dunkler Hautfarbe. Lichtbedingungen oder ein versperrter Blick machten auf die Rate keinen Unterschied. Allerdings kamen für die Studie Modelle, die in Forschungsabteilungen von Universitäten genutzt werden, zum Einsatz. Die Trainingsdaten wollten die Hersteller nicht zur Verfügung stellen. Die Forscher bemängeln, dass die von ihnen genutzten Modelle überwiegend an hellhäutigen Menschen trainiert worden seien.
t3n.de

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