KW 50: Kritische Sicherheitslücke gefährdet Millionen IoT-Geräte, Smarte Kleidung für die Skitour, “Seeing AI” auf deutsch erschienen

NACHRICHTEN

Kritische Sicherheitslücke gefährdet Millionen IoT-Geräte: Der Web-Server GoAhead auf Embedded-Basis kommt in vielen IoT-Geräten zum Einsatz. Zwei jüngst entdeckte Sicherheitslücken ermöglichen DoS- und sogar Schadcode-Attacken. Somit sind potenziell Millionen IoT-Geräte gefährdet. Der Großteil davon wird das verfügbare Sicherheitsupdate aber aller Wahrscheinlichkeit nach niemals zu sehen bekommen. Das liegt daran, dass sich viele IoT-Geräte gar nicht aktualisieren lassen oder Hersteller sich nicht in der Pflicht sehen, Sicherheitsupdates zu veröffentlichen. Die Softwareentwickler von EmbedThis sollen seit August 2019 Bescheid wissen. Der Patch wurde im November veröffentlicht.
heise.de

Smarte Kleidung für die Skitour: Atmungsaktive Kleidung hält nicht immer, was sie verspricht. Wer schon einmal schwitzend bei einer Schneetour auf den Berg gestiegen ist, weiß das. Doch die Technik verspricht Hoffnung: smarte Jacken. Hydro-Bot heißt die Technik, die Abhilfe schaffen soll. Diese sieht vor, dass der Sch­weiß auf Knopfdruck aktiv vom Körper wegtransportiert wird. Mehrere Liter pro Stunde und Quadratmeter sollen sich so abpumpen lassen; das liegt über dem, was der Mensch durchschnittlich am Tag schwitzt. Möglich wird all dies dank einer elektronisch leitfähigen Gewebestruktur, die in die Jacke eingearbeitet ist und vom Nutzer gesteuert werden kann, etwa über eine App am Smartphone oder eine Kontrollbox, die direkt an der Jacke befestigt ist.
nzz.ch

“Seeing AI” auf deutsch erschienen: Die auf KI basierende App “Seeing AI” von Microsoft ist auch in Deutschland erschienen. Sie kann Texte vorlesen, soll Gesichter erkennen können und welchen Geldschein man gerade in der Hand hält. Experten vom Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund sehen aber Nachholbedarf im Bereich der Navigation. Als blinder Mensch wirklich alleine unterwegs zu sein, beispielsweise beim Wandern, sei noch nicht möglich.
br.de

Blockchain-Genossenschaft will öffentliche Services vorantreiben: Die öffentlichen IT-Dienstleister wollen Technologien wie Blockchain und digitale Daseinsvorsorge im Public Sector etablieren. Bereitgestellt werden soll unter anderem Blockchain-as-a-Service und Blockchain-Infrastructure-as-a-Service. Dafür bündeln sich zehn Konsortialpartner unter dem Namen “govdigital”.
zfk.de

IKEA: Startschwierigkeiten bei Smart-Home-Produkten deinhome.de
Security: Forscher finden Sicherheitslücken in Blink XT2 Kameras smarthomeassistent.de
Rüsselshein: „Smart Home“ soll Bewohnern des Horlache-Parks Alltag erleichtern main-spitze.de
Datenschutz: So schützen Sie Ihre Smart Home-Geräte vor unerwünschten Datenzugriffen finanzen.net

ZAHL DER WOCHE

Geräte im permanenten Stand-by-Modus verbrauchen EU-weit 70 Terawattstunden Mehrbedarf an Strom pro Jahr.
swr.de

HINTERGRUND

Smart Stromsparen zur Weihnachtszeit: Die Weihnachtszeit ist die Zeit der festlichen Beleuchtung. Und damit auch der festlichen Stromkosten. Wer das vermeiden möchte, sollte zu smarten Geräten greifen. Denn die Festbeleuchtung auszuschalten, um Strom zu sparen, vergisst man unter Umständen leicht. Dann wäre es gut, mit dem Smartphone rasch die Lichterkette ausmachen zu können. Ansonsten gilt: Wer sich angesichts der energiesparenden LED-Lampen eine besonders ausführliche und ständig eingeschaltete Weihnachtsbeleuchtung gönnt, hat unterm Strich oftmals weder Strom noch Geld gespart.
deutschlandfunk.de

Künstlich-intelligenter Zimmerservice: Chinas Tech-Konzern Alibaba betreibt ein Hotel, in dem Gäste außer anderen Gäste keine Menschen mehr finden. Das komplette Hotel wird von Robotern und Smart Speakern betreut. Das Hotel wurde von der Online-Reiseplattform des Unternehmens, Fliggy, in Verbindung mit Alibabas Labor für Künstliche Intelligenz und Alibabas Cloud-Technologie entwickelt. Mit dem Ziel, „Spitzentechnologie zu nutzen, um die Hotellerie zu transformieren“, verkündete das Unternehmen. Kunden geben bei der Buchung besondere Wünsche an. Der Check-In erfolgt über eine App im Telefon und Gesichtserkennung.
tagesspiegel.de

ZITAT

“Veraltete Betriebssysteme, schlechte Programmierung, fehlende Standards – die inzwischen unüberschaubare Vielzahl an vernetzten Geräten macht das ‚smarte‘ Heim zum ‚Dumb Home‘. Wer sich als Verbraucher auf solche Geräte verlässt, ist am Ende selbst der Dumme.”
Rüdiger Trost, Head of Cyber Security Solutions bei F-Sceure, das ein Schloss des Herstellers KeyWe geknackt hat.
krone.at

NOT SO SMART…

Smartes Türschloss gehackt Experten des finnischen Unternehmens F-Secure ist es gelungen ein Türschloss des koreanischen Herstellers KeyWe zu hacke. Nach Angaben des Unternehmens ging dies erstaunlich leicht. Dafür wurden die Nachrichten zwischen App und Schloss abgefangen und gehackt. „Alles, was wir dafür brauchten, war ein bisschen Know-how, ein kleines Gerät zum Abfangen der Nachrichten für zehn Euro aus dem Technik-Markt und ein bisschen Zeit, um die Nutzer zu finden“, so F-Secure-Experte Krzysztof Marciniak, der den Hack durchführte. Wichtige Details zum Hack hält das Unternehmen zurück, da bereits viele der Schlösser im Einsatz sind, zugleich aber keine Möglichkeit besteht, die Geräte mit einem Update nachträglich abzusichern.
krone.at

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