KW 30: Alexa auf dem Weg in die Plattformunabhängigkeit, Apple Glass mit den Augen steuerbar, Digitale Ausweisfunktion auf dem Smartphone

NACHRICHTEN

Alexa auf dem Weg in die Plattformunabhängigkeit: Im Rahmen einer Entwicklerkonferenz hat Amazon angekündigt, dass seine Sprachassistentin Alexa in Zukunft auch auf Android- oder iOs-Geräten genutzt werden können soll. Um sich gegenüber deren eigene Sprachassistenzprogramme Siri und Google Assistent behaupten zu können, soll das Feature “Alexa for Apps” Nutzern ermöglichen, soziale Netzwerke wie Twitter oder TikTok komplett “hands-free” per Sprachsteuerung nutzen zu können. Unterdessen kündigte auch Konkurrent Google an, dass der neue Google Assistant künftig auch auf anderen Android-Geräten als der Eigenmarke “Pixel” verfügbar sein wird.
mixed.de, smarthomeassistent.de

Apple Glass mit den Augen steuerbar: Eigentlich wurden Apples Smartglasses noch gar nicht offiziell vorgestellt, doch immer wieder geraten Informationen an die Öffentlichkeit, die mehr als neugierig machen. So auch ein nun publik gewordenes Patent der Kalifornier aus dem hervorgeht, dass Apples geplante AR-Brille nicht nur per Touch- und Sprachsteuerung, sondern auch über die Augen steuerbar sein soll. Einzelne Funktionen könnten mit Augenbewegungen, mit Blinzeln oder Starren ausgelöst werden. Wann genau die Brille vorgestellt, geschweige denn verkauft werden soll, ist noch offen. Angeblich befinden sich die Gläser bereits in Testproduktion. Insider rechnen mit einem frühesten Verkaufsstart im zweiten Halbjahr 2021.
smarthomeassistent.de, t3n.de

Digitale Ausweisfunktion auf dem Smartphone: Samsung hat in Kooperation mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), der Bundesdruckerei und der Deutschen Telekom Security GmbH eine Personalausweis-Lösung für einige Smartphones entwickelt. Möglich wird dies durch einen sicheren Chip, der auch den Sicherheitsanforderungen des BSI genügt, eine entsprechende Ausweis-App der Bundesdruckerei und einen NFC-fähigen Personalausweis. Noch 2020 sollen die ersten Modelle über das neue Feature verfügen – das Galaxy S20 und das Note 20.
computerbild.de, smarthomeassistent.de

EU-Kommission plant kartellrechtliche Untersuchung von IoT-Technologien: Wie die EU-Kommissarin für Wettbewerb, Margrethe Vestager, in der vergangenen Woche mitgeteilt hat, plant die Europäische Kommission eine wettbewerbsrechtliche Untersuchung von IoT-Verbraucherprodukten und damit verbundenen Dienstleistungen. Hauptgegenstand der Untersuchung ist die Frage, wie vernetzte Produkte die während der Verwendung gesammelten Daten speichern und gegebenenfalls monetarisieren. Auch soll die Untersuchung zur Durchsetzung des Wettbewerbsrechts durch die Kommission führen. Aktuell hegt die EU-Kommission Bedenken, dass der sich aktuell bildende Markt bereits schwere Wettbewerbsverzerrungen aufweist.
euractiv.de, elektro.at

Konkurrenz für die Fritzbox: WLAN-Router mit Wifi 6 inside-digital.de
Smart Garden: Bosch startet Akku-Allianz smarthomeassistent.de
Huawei Mate Watch: Der Release der neuen Smartwatch naht wohl notebookcheck.com
Wearables: Oppo Watch kommt nach Deutschland computerbild.de
Sicherheit: Smart Home und intelligente Alarmanlagen inside-digital.de

ZAHL DER WOCHE

Bis zu 60 vernetzte Geräte soll laut Schätzungen von Samsung jeder Mensch im Jahr 2030 besitzen.
derstandard.de

HINTERGRUND

Neuer Lernalgorithmus soll AI energieeffizienter machen: Informatiker der TU Graz versuchen, AI-Systeme energieeffizienter zu gestalten. Denn bisher sei der Energieverbrauch beim Lernen von künstlichen neuronalen Netzwerken eine der größten Hürden beim flächendeckenden Einsatz von künstlicher Intelligenz. Mit einem neuen Lernalgorithmus, der sich am menschlichen Gehirn orientiert, soll nun der Energieverbrauch der jeweiligen AI-Systeme deutlich gesenkt werden. Die Informationsweitergabe in unserem Gehirn ist sehr energieeffizient: Neuronen geben kurze elektrische Impulse an andere Neuronen, aber stets nur so oft wie zwingend nötig. Durch den neuen Algorithmus könnte neuromorphe Hardware entscheidend beeinflusst werden. Rechensysteme sollen künftig nicht mehr über eine Cloud lernen, sondern den Großteil ihrer “Lernfähigkeit” mit mobilen Hardware-Elementen eingebaut bekommen, um den Energieverbrauch zu senken.
nachrichten.idw-online.de

BSI-Studie zu IoT-Infrastruktur in Deutschland: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) untersucht momentan in einer Studie die IoT-Infrastrukturen acht deutscher Städte. Konkret geht es um die Informationssicherheit der vier Modellprojekt-Smart-Cities des Bundesinnenministeriums Haßfurt, Kaiserslautern, Solingen und Wolfsburg. Außerdem sollen die Städte Delbrück, Dresden, Paderborn und Ulm bald bei der Entwicklung ihrer Smart-City-Infrastrukturen vom BSI begleitet werden und auf Basis der Untersuchungen schließlich Handlungsempfehlungen für die IT-Sicherheit künftiger Smart-City-Projekte formuliert werden. Die Studie wird noch mindestens ein Jahr lang weitergeführt werden.
kommune21.de

ZITAT

“Deshalb müssen wir sicherstellen, dass die Marktteilnehmer ihre Kontrolle über diese Daten nicht dazu missbrauchen, den Wettbewerb zu verfälschen oder auf andere Weise Wettbewerber vom Markt auszuschließen.”
Margrethe Vestager, EU-Kommissarin für Wettbewerb, begründet die von der EU-Kommission geplante Untersuchung des Smart Home-/IoT-Bereichs.
absatzwirtschaft.de

NOT SO SMART…

Wearables mit Schweiß-Antrieb: An der University of California in San Diego arbeiten Forscher aktuell an einer Möglichkeit, Wearables wie zum Beispiel Smartwatches mit Schweiß zu betreiben. Auch in Europa, an der Glasgow University, versuchen Forscher, Synergieeffekte zwischen Schweiß und Wearables herzustellen. Eigentlich erforschen die Iren, wie man Superkondensatoren herstellen kann, die die smarten Begleiter mit mehr Energie versorgen könnten. Aber am Rande dessen soll auch erforscht werden, ob der menschliche Schweiß nicht wiederum zur Energieversorgung für diese Kondensatoren genutzt werden könnte.
innotechtoday.com

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