KW 3: Smart Watches können Corona-Infektion frühzeitig erkennen, Saudi-Arabien plant autofreie Mega-Smart-City, Microsoft verkündet Einstieg bei Robotaxi-Firma Cruise

NACHRICHTEN

Smart Watches können Corona-Infektion frühzeitig erkennen: Es könnte ein Durchbruch beim Kampf gegen die Corona-Pandemie sein. Eine Studie des New Yorker Mount Sinai Hospital will festgestellt haben, dass Smart Watches eine Infektion mit dem Corona-Virus schon vor dem Ausbrechen der Krankheit erkennen können. Der Schlüssel dazu sei eine veränderte Herzfrequenzvariabilität von Infizierten, die handelsübliche Smart Watches erkennen und dokumentieren. So sei laut Studienautor Dr. Robert Hirten eine frühzeitige Diagnose möglich, auch wenn der Patient ansonsten symptomfrei wäre. „Die Uhren zeigten schon bis zu sieben Tagen vor einem Coronatest eine deutliche Veränderung der Herzfrequenzvariabilität“, sagte Hirten bei der Vorstellung der Studie. Gedeckt wird die These durch gleichlautende Ergebnisse einer Studie der Universität Stanford. Allerdings müssen die Daten von fachkundigem Personal ausgewertet werden, eine Corona-Warnfunktion bieten Smart Watches (noch) nicht.
bild.de

Saudi-Arabien plant autofreie Mega-Smart-City: Im Rahmen des 2017 vorgestellten staatlichen 500-Milliarden-Dollar-Projekts Neom soll am Rande des Roten Meeres eine auto- und C02-freie Millionenstadt entstehen. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman stellte das Projekt namens „The Line“ in dieser Woche vor. Demnach soll die Stadt 170 Kilometer lang sein und dabei ohne Autos und Straßen zu 100 Prozent ökologisch sein. Dank des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz und einer unterirdischen Verkehrsinfrastruktur für den Öffentlichen Personennahverkehr sollen dennoch alle Zentren der Stadt in maximal 20 Minuten erreichbar sein.
spiegel.de

Microsoft verkündet Einstieg bei Robotaxi-Firma Cruise: Die Firma Cruise des Autokonzerns General Motors hat einen finanzstarken und prestigeträchtigen Partner für die Entwicklung selbstfahrender Taxis gewonnen. Der Technische-Gigant Microsoft beteiligte sich an einer an einer zwei Milliarden Dollar schweren Finanzierungsrunde und will das eigene Know-how in die Entwicklung autonomer Fahrzeuge einfließen lassen. Microsoft werde Cruise vor allem die Dienste seiner Cloud-Plattform Azure zur Verfügung stellen, hieß es von Unternehmensseite. Die GM-Tochter Cruise hatte im vergangenen Jahr die Genehmigung erhalten, vollständig autonome Autos auf die Straßen von San Francisco zu schicken. Der Start einer eigenen Robotaxi-Flotte war ursprünglich für 2019 geplant, musste aber auf unbestimmte Zeit verschoben werden.
t-online.de

Mobilfunkanbieter schließen sich zusammen: Die drei größten Handynetzanbieter in Deutschland, Telekom, Vodafone und Telefónica, wollen sich bei der Netzabdeckung von Funklöchern auf dem Land zusammentun. Dafür unterzeichneten die drei Konzerne dafür eine Absichtserklärung, sogenannte graue Flecken noch in diesem Jahr zu schließen. Als solche gelten Gebiete, in denen nur eines der drei Mobilfunknetze empfangen werden kann. Dafür werde man im Rahmen der beiden Kooperationsvereinbarungen zu 4G die Sendetechnik und die Antennen, welche die Kunden mit dem Netz verbinden, gemeinsam nutzen. Besonders Gebiete fernab größerer Verkehrswege stehen im Visier der Mobilfunkanbieter, schließlich sei es gerade dort „für die Betreiber oftmals unwirtschaftlich, separate Infrastrukturen zu errichten und mit eigener Netztechnik zu betreiben“, so die Mitteilung von Telefónica.
spiegel.de

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Home-Office und Arbeitsrecht während der Pandemie – Kraft des Faktischen schlägt rechtliche Vorgaben? Was lange Zeit unmöglich schien, ist durch die Pandemie nun millionenfache Selbstverständlichkeit geworden: Arbeiten im Home-Office. Doch auch wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich überwiegend an die neuen Begebenheiten gewöhnt haben, bleiben eine Vielzahl rechtlicher Fragen offen: Können Arbeitnehmer zum Arbeiten von Zuhause gezwungen werden? Wer muss für Arbeitsmittel und Gesundheitsschutz aufkommen? Und welche Vorgaben gibt es beim Datenschutz im Home-Office? Deutschlands führende Steuerberatungsgruppe ETL klärt über diese und weitere Fragen auf.
youtube.com

Beleuchtung: Phillips Hü transformiert „dumme“ in smarte Lichtschalter golem.de
Test: Intelligente Haushaltsroboter auf Herz und Nieren geprüft welt.de
Schmersal-Gruppe: Erste digitale Fachmesse „Schmersal Smart Fair“ startet Ende Januar industrielle-automation.net
Smart Things Ökosystem: Z-Wave kombiniert Geräte, Entwickler und Dienste im Smart-Home-Sektor smarthouse-pro.de
Integration: Google und Samsung vernetzen künftig Smart-Home-Systeme smarthomeassistent.de

ZAHL DER WOCHE

Laut einer weltweit durchgeführten Studie des Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmens Capgemini würden 40 Prozent aller Stadtbewohner gerne in eine Smart-City ziehen.
it-daily.net

HINTERGRUND

Von der Smart City zur Smart Region: Smart Cities erfreuen sich nicht nur bei Stadtbewohnern, sondern auch Stadtentwicklern großer Beliebtheit. Dennoch bleibe der Begriff in der öffentlichen Debatte oft relativ abstrakt, meist nicht mehr als ein Synonym für städtische Zukunftsvisionen. Damit eine Stadt zur Smart City wird, benötige es nicht nur größtmögliche Datenerhebungen, sondern ihre passgenaue Zusammenführung und Bearbeitung „wie im Orchester“, erklärt Dr. Stefan Schwarz, Partner Business Consulting bei Teradata. Beachtet werden sollte zudem, dass bei den Bedingungen moderner Mobilität der Datenfluss nicht am Stadtrand versiegen dürfe, sondern die umliegenden Regionen inkludieren müsse. Forschungsprojekte in dieser Richtung gibt es bereits, in Deutschland etwa die Metropolitan Cities Rhine-Ruhr Initiative der RWTH Aachen. Dort erarbeiten relevante Akteure – vom Softwareentwickler, Automobilhersteller und Stadtplaner bis hin zum Bürger – Handlungskonzepte, um mittels Datenanalyse, digitaler IoT und KI einen smarten Ballungsraum zu entwickeln.
it-zoom.de

Der Mensch im Fokus: Einblick in Japans Smart Cities: Reporter des paneuropäischen Fernsehsenders Euronews haben sich in Japan auf die Spur moderner Städteentwicklung begeben und die Smart Cities Arao und Aizuwakamatsu besucht. Beide Städte haben mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen begonnen, das vom japanischen Staat initiierte Konzept „Gesellschaft 5.0“ umzusetzen. Die Stadt Aizuwakamatsu hat knapp über 100.000 Einwohner und liegt in der Präfektur Fukushima. Die dort installierte „Smart City Plattform“ setzt einen Schwerpunkt auf technologiegetriebene soziale Entwicklung. Über ein „Opt-in“-System können die Einwohner frei entscheiden, welche Informationen sie in die Plattform einspeisen. Daraus entwickeln sich maßgeschneiderte Dienste für die Allgemeinheit, etwa im medizinischen Bereich. Die Stadt Arao, mitten in einer ehemaligen Kohleregion gelegen, setzt auf Digitalisierung, um der Bevölkerungsabwanderung entgegenzuwirken. Mittlerweile gibt es zahlreiche smarte Initiativen, von einer KI-betriebenen Taxi-App bis hin zu einem Befindlichkeitsspiegel, der die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen steigern soll.
de.euronews.com

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IoT: Zusammenarbeit bei 5G-Diensten, Samsung rüstet alte Smartphones um, Chip-Mangel führt zu Produktionsengpässen iot-ticker.net
Blockchain: China arbeitet an globalem Blockchain-System, Britische Krankenhäuser verwenden Blockchain, um Corona-Impfstoffe zu tracken, Bitcoin-Alternative Ethereum im Allzeithoch blockchain-ticker.net
AI: KI-App checkt, ob Menschen Gesichtsmasken tragen, Frontex nutzt KI zur besseren Überwachung der Meere, Zehn Millionen Euro für Forschungsprojekt zur künstlichen Intelligenz im Finanzsektor ai-ticker.net
Safety & Security: Panne bei FU Berlin, CDU meldet Hackerangriffe auf digitalen Parteitag, Funke-Mediengruppe nach Hackerangriff safety-security-ticker.net

ZITAT

„Wenn in einer ausreichend großen Stichprobe die Anzahl der symptomatischen Patienten erfasst werden kann, könnte uns das dabei helfen, früher Rückschlüsse auf Infektionsgeschehen, Verbreitung und auch auf die Wirksamkeit der bisherigen Maßnahmen zu ziehen“
RKI-Chef Prof. Lothar Wieler über das Potenzial von Smartwatches und Fitnessarmbändern zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.
ruhr24.de

NOT SO SMART…

Singapurs Bürger wüten über Vertrauensbruch bei Corona-Kontaktverfolgung: Die Corona-Warn-App des Stadtstaates Singapur gilt in vielerlei Hinsicht als Vorzeigemodell. Ihr Vorteil besteht in der smarten Vernetzung technischer Möglichkeiten und Daten, um eine bestmögliche Verfolgung der Pandemieentwicklung mit effektiven Eindämmungsmaßnahmen zu verbinden. Zum Beispiel müssen sich alle Einwohner per QR-Code beim Betreten öffentlicher Räume einscannen und mit Namen, ID oder Pass-Nummer sowie der Telefonnummer registrieren. Bei einem positiven Corona-Test können die Kontaktverfolgungsbehörden das Programm verwenden, um zu sehen, wer sich in der Nähe aufhielt und potenziell infiziert wurde. Hinzu kommt eine „TraceTogether“-App, die nur vom Gesundheitsministerium entschlüsselt werden kann. Dachte man: Nun ist jedoch bekannt geworden, dass auch die Polizei auf diese Daten zugreifen und für strafrechtliche Ermittlungen nutzen konnte. Ein Vertrauensbruch, der Wut und Kritik in der Öffentlichkeit nach sich zog – und die Gefahren allgegenwärtiger Datenerhebung aufzeigt.
heise.de

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