KW 27: Google kauft North, Viele Smart-TV-Hersteller verstoßen gegen die DSGVO, Garmin kauft Analysefirma Firstbeat

NACHRICHTEN

Google kauft North: Der kanadische Smart-Glass-Hersteller North wird von Google übernommen. Bekannt wurde North vor allem durch seine AR-Brille „Focals“. Diese soll künftig nicht mehr weiterentwickelt werden, jedoch erhoffen sich beide Seiten nun Vorteile bei der Entwicklung neuer Devices wie etwa Smart-Glasses. Den Durchbruch in diesem Sektor hatte North bereits in Eigenregie versucht. Nur der Erfolg wollte sich nicht so recht einstellen: 2019 kam es zu einem Preissturz bei der von North vertriebene „Focals-Smart-Brille“ sowie zu einer großen Entlassungswelle. Bisher gibt es keine genauen Informationen zu den Einzelheiten der Übernahme.
t3n.de, heise.de

Viele Smart-TV-Hersteller verstoßen gegen die DSGVO: Im Rahmen seiner „Sektoruntersuchung Smart-TVs“ hat das Bundeskartellamt gravierende Mängel bezüglich des Datenschutzes und der IT-Sicherheit von smarten Fernsehgeräten festgestellt. Kritisiert werden auch „fast durchgehend schwerwiegende Transparenzmängel rund um die Privatsphäre der Verbraucher“. Dies sei ein Verstoß gegen die seit 2018 geltende Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union.
Weiter wären die meisten Geräte imstande, verschiedenste personenbezogene Daten zu erfassen. Vor allem die mangelnde Transparenz bezüglich der erhobenen Daten und die fehlende Nachvollziehbarkeit des Geltungsbereichs der Datenschutzbestimmungen wurden bemängelt.
heise.de

Garmin kauft Analysefirma Firstbeat: Der schweizerisch-amerikanische Konzern kauft seine Partnerfirma Firstbeat. Diese versorgte bisher nicht nur Garmin, sondern auch einige seiner Konkurrenten mit Analysetools für Wearables. Genaue Details zum Deal sind noch nicht bekannt, auf die Wearable-Branche dürfte mit dem Ankauf aber ein Umbruch zukommen. Dass Firstbeat weiterhin andere Hersteller mit Software versorgt, scheint unwahrscheinlich.
golem.de

Größte Sorge bei Angriffen mit IoT-Geräten: Mögliche Angriffsszenarien und Sicherheitsrisiken steigen stetig durch die Verknüpfung von Geräten Gadgets und Maschinen im Internet der Dinge. Vor allem intelligente Gebäude, medizinische Geräte, Netzwerkgeräte und VoIP-Telefone fallen in die Risikogruppe. Dies hat eine Studie des amerikanischen Spezialisten für Gerätesichtbarkeit und -kontrolle Forescout ergeben.
blog.wiwo.de

WatchOS 7: Apple integriert Schlaftracker t3n.de
Facebook: Erste Bilder von VR-Brillen-Prototyp futurezone.at
Huawei: Erster Smartspeaker in Deutschland ab Mitte Juli erhältlich t3n.de
Smart-Home: Kopp tritt Bluetooth SIG bei elektro.net
Smarte Alarmanlage: Amazon-Tochter “Ring” bietet bald Home-Security-Bundle an computerbild.de

ZAHL DER WOCHE

35 Mal hat die Polizei von San Diego seit 2017 auf das Videomaterial von intelligenten Straßenlaternen zugegriffen, um Verdächtige zu ermitteln. Insgesamt 3.200 solcher Laternen gibt es in der Stadt.
futurezone.at

HINTERGRUND

Haushaltsroboter mit Laserpointern trainieren: Forscher der Fachhochschule Bielefeld, Campus Minden, haben im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekts eine neue Technologie entwickelt, wie man den Arbeitsbereich smarter Haushaltsgeräte via Laserpointer definieren kann. Das Verfahren, für welches die Forscher inzwischen ein Patent angemeldet haben, soll langfristig den Verbrauchern zugutekommen: Smart Home-Besitzer könnten dann ihren Arbeitsgeräten via Laserpointer Grenzen des Arbeitsbereichs erklären, wodurch langfristig Navigationsfehler vermieden werden könnten.
industry-of-things.de

“Future Living” in Berlin: In Berlin-Adlershof soll das erste Smart-City-Quartier der Hauptstadt entstehen. Das Projekt, das als „urbanes Leuchtturmprojekt“ gilt, soll verschiedene smarte Energielösungen miteinander verbinden, um eine ebenso nachhaltige wie digital-vernetzte Wohnumgebung zu bieten. Ganz vorne mit dabei: Der japanische Konzern Panasonic, der die geplante Smart-City beispielsweise mit Photovoltaik-Anlagen und Luft-Wasser-Wärmepunkten versorgt. Geplant ist eine fast CO2-freie und nachhaltige Energieversorgung. Auf dem Sci-Tech-Hub sollen knapp 100 Wohnungen auf einer Fläche von fast acht Quadratkilometern entstehen.
pv-magazine.de

ZITAT

“Die Akzeptanz von interaktiven Formaten und digitalen Medien bei Lehrenden und Studierenden wächst stetig. Daher ist es für uns sehr wichtig, herauszufinden, wie dies auch in einem Bereich der Medizin gelingen kann, der sich auf manuelle Fähigkeiten und Fertigkeiten gründet.”
Prof. Dr. Karl-Stefan Delank, Direktor des Universitätsklinikums Halle zur Motivation des dort startenden “SmartHands”-Projekts, welches das Lehrangebot mittels Virtual- und Augmented-Reality-Übungen bereichern soll.
kma-online.de

NOT SO SMART…

Bedrohung für die nationale Sicherheit: Die amerikanische Federal Communications Commission (FFC) hat Huawei und ZTE am Dienstag zum nationalen Sicherheitsrisiko erklärt. Hintergrund der Entscheidung sei, dass die Firmen „eng mit der Kommunistischen Partei Chinas und dem chinesischen Militärapparat verbunden“ seien und aufgrund der chinesischen Rechtslage auch zur Kooperation mit dem Geheimdienst des Landes verpflichtet seien. Durch die Anordnung können vor allem kleinere Netzbetreiber mit sofortiger Wirkung nicht mehr mit den beiden Unternehmen zusammenarbeiten, ohne von Mitteln des Universal Service Fund (USF) ausgeschlossen zu werden.
t3n.de

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