KW 24: Thüringen wirbt für Mobilitätszentrum in Gera, Digitaler Pförtner statt Security bei Conrad, Corona-Krise und die Auswirkungen auf Smart City-Projekte

NACHRICHTEN

Thüringen wirbt für Mobilitätszentrum in Gera: Eigentlich will Verkehrsminister Andreas Scheuer das neue Mobilitätszentrum gerne in München ansiedeln. 500 Millionen Euro sollen bereitgestellt werden, um die Mobilität der Zukunft und Themen wie Smart Cities zu erforschen. Als möglicher Ort für ein solches Zentrum kommt nach Meinung Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund auch die Stadt Gera in Frage. Hier befindet sich seit 2018 bereits ein Kompetenzzentrum für autonomes Fahren, das im vergangenen Jahr einen selbstfahrenden Bus vorstellte. Weitere Mobilitätsprojekte Ostthüringens wie umweltfreundliche keramische Batterien, die vom Fraunhofer Institut Hermsdorf entwickelt werden, zeigen die Attraktivität der Region.
mdr.de

Augmented Reality wird immer wichtiger: Obwohl nicht alle technischen Möglichkeiten zur Verknüpfung und Automatisierung von Prozessen bisher ausgeschöpft sind, haben viele Experten die nächste Revolution unter der Überschrift “Industrie 5.0” angekündigt. Dabei soll Augmented Reality eine zentrale Rolle spielen. Insbesondere in der Logistik und bei der Warenverarbeitung steigt das Interesse an IoT-Geräten, die die reale und virtuelle Welt verschmelzen lassen. Experten prognostizieren einen AR-Boom.
it-zoom.de

Digitaler Pförtner statt Security bei Conrad: Im Elektronikfachgeschäft Conrad in Berlin-Schöneberg wird derzeit ein digitaler Pförtner eingesetzt, um zu überprüfen, wie viele Personen sich gleichzeitig in der Filiale aufhalten und gegebenenfalls Personen zum Warten aufzufordern. Das System wurde von Conrad Connect und dem Karlsruher Start-up Smart City Solutions entwickelt. “Mit dem digitalen Pförtner können wir ganz einfach die behördlich vorgeschriebenen Höchstgrenzen einhalten und sind im Hinblick auf die aktuelle Kundenzahl jederzeit schnell und umfassend informiert”, sagt Jochen Mädler, Filialleiter von Conrad Electronic in Berlin Schöneberg. Das System funktioniert ohne Kameras und ist laut Andreas Bös, Vice President bei Conrad Connect DSGVO-Konform.
elektronikpraxis.vogel.de

Sicherheitsexperte warnt vor veralteten Root-Zertifikaten auf smarten Geräten: Laut dem Sicherheitsexperten Scott Helme laufen in den nächsten Jahren die sogenannten Root-Zertifikate für viele Smart- und IoT-Geräte ab, die oft nicht mit Updates versorgt werden oder nicht mit neueren Root-Zertifikaten umgehen können. “Einige Zertifizierungsstellen gibt es nun schon seit einer sehr langen Zeit, wir sprechen von 20 bis 25 Jahren! Das bedeutet, dass sich einige der ursprünglichen Root-Zertifikate da draußen dem Ende ihres natürlichen Lebens nähern, ihre Zeit ist fast abgelaufen”, so Helme. Um das Problem zu beheben werde nicht einmal ein Software-Update benötigt. Es reiche schon aus, wenn die Hersteller die sogenannten Root-Stores eines Geräts ersetzten.
t3n.de

Smart Speaker: Telekom stellt Smart Speaker Mini offiziell vor deskmodder.de
Realme X3 Superzoom: Oberklasse-Smartphone für 500 Euro mit 120-Hertz-Display t3n.de
eZug: Zug lanciert zentrales Smart-City-Instrument inside-it.ch
Smart City: DooH ermöglicht schnelleren Mobilfunkausbau invidis.de
Smart Home: Risiken im Smart Home – so schützen Sie sich homeandsmart.de

ZAHL DER WOCHE

577 Millionen Dollar hat die chinesische Regierung 2019 in die Entwicklung intelligenter Roboter investiert.
industry-of-things.de

HINTERGRUND

Corona-Krise und die Auswirkungen auf Smart City-Projekte: Die Verschuldung der Kommunen und die Corona-Krise könnten sich negativ auf die Finanzierung von Smart City-Projekten vieler deutschen Städte auswirken. Auf der anderen Seite könnte die Krise dank Themen wie digitaler Verwaltung oder dem virtuellen Behördengang zu einem zusätzlichen Innovationsschub führen. Damit solche Ansätze weitergeführt werden können, werden die Städten im Rahmen des Konjunkturpakets 500 Millionen Euro zusätzlich für Smart City-Projekte erhalten. Jan Fritz Rettberg, Chief Information Officer (CIO) der Stadt Dortmund, betont die Bedeutung der digitalen Verwaltung in der Krise: “Wenn jetzt nicht in die digitale Infrastruktur investiert wird, bricht uns das in der nächsten Krise das Genick”. Solche Themen seien “unverzichtbar für eine Stadt”. Gunther Czisch, Oberbürgermeister der Stadt Ulm, die bereits vom Innenministerium im Rahmen des Smart Cities-Programms gefördert wird, warnt davor, aufgrund der Krise dringend benötigte Investitionen zurückzufahren, weiß jedoch auch: “Eine bröckelnde Brücke geht vor dem Breitbandausbau”.
tagesspiegel.de

Offene Datenstandards bedeutend für Smart City: Die Smart City der Zukunft benötigt eine Datenplattform, die alle Themenbereiche von der Mobilität bis zur Telekommunikation vernetzt. Um einen möglichst effizienten Austausch sowie die Unabhängigkeit von bestimmten Herstellern zu gewährleisten, sollte deshalb auf offene Datenstandards gesetzt werden. Ist dies gewährleistet, bietet eine solche Datenplattform zahlreiche Möglichkeiten von der Visualisierung von Quartieren bis hin zur Kombination mit Künstlicher Intelligenz, um Energiebedarfe vorherzusagen oder den Verkehr zu steuern. Wie eine solche Plattform aussehen könnte, zeigen unter anderem Hamburg oder die chinesische Metropole Hangzhou.
erneuerbareenergien.de

ZITAT

“Ich bin fest überzeugt, dass wir damit unser ambitioniertes Ziel erreichen werden, die Hansestadt Lübeck als Modellregion für digitale Vernetzung zu positionieren und auch für andere Kommunen ein umfassendes Angebot an Smart-City-Dienstleistungen anzubieten.”
Jens Meier, Geschäftsführer der Stadtwerke Lübeck Holding GmbH, über die Kooperation der MACH AG und TraveKom, einem Tochterunternehmen des Stadtwerke-Lübeck-Konzerns bei Smart City-Projekten.
kommune21.de

NOT SO SMART…

Smartes Fahrradschloss mit GPS: Mindestens 280.000 Fahrräder wurden in Deutschland im vergangenen Jahr gestohlen. 2018 konnten nur rund 10 Prozent der Diebstähle aufgeklärt werden. Ein neues smartes Fahrradschloss, das iLockit GPS soll Abhilfe schaffen. Es eignet sich besonders gut für kurze Stopps, da es sich bei Bedarf automatisch per Bluetooth schließt. Das Schloss wird dafür an das Fahrrad montiert. Die Distanzen, ab der sich das Fahrradschloss öffnet bzw. schließt, können manuell eingestellt werden. Wird das Schloss gewaltsam entfernt oder das Fahrrad weggetragen, ertönt ein lauter Alarm und der Besitzer des Schlosses bekommt eine Nachricht an sein Handy.
n-tv.de

Newsletter anmelden

Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter an. Sie erhalten jede Woche den kompakten Digest mit dem wichtigsten Themen zu Smart-City, Smart-Home, Smart-Living:

Smartlife-Ticker

Weitere Digibriefings

Unsere Politbriefings