KW 08: Bluetooth gefährlich für Smartphones, Apple mit selbstkonfigurierendem Smart-Home-Patent, Golfstaaten haben ambitionierte Smart-City-Pläne

NACHRICHTEN

Großbritannien möchte Sicherheitsprobleme von Smart Things gesetzlich reduzieren: Weil Internet-der-Dinge-Anwendungen oft unter Verdacht stehen, vermeidbare Sicherheitslücken zu haben, gehen die britischen Gesetzgeber dagegen vor: sie möchten mit einem Gesetz erwirken, dass Hersteller höheren Wert auf Sicherheit legen. Dies beinhaltet drei Regeln: zum einen soll es Herstellern verboten sein, vorab eigene Passwörter für IoT-Anwendungen festzusetzen, die Verbraucher nicht verändern können. Zum anderen sollen Hersteller eine zentrale Stelle einrichten, an die sich Nutzer wenden können, wenn sie Sicherheitslücken identifiziert haben. Zudem sollen Hersteller bereits vor dem Kauf Kunden darüber Auskunft geben können, wie lange sie beabsichtigen Sicherheitsupdates zu entwickeln. Diese drei Aspekte seien leicht zu beheben, doch ein häufiger Grund für bisherige Sicherheitsprobleme.
heise.de

Bluetooth gefährlich für Smartphones: Nutzer von Android-Smartphones oder Tablets mit den Android-Versionen 8 (Oreo) und 9 (Pie) sollten gegenwärtig vorsichtig bei der Benutzung ihres Bluetooths sein. Eine Sicherheitslücke macht es für Angreifer möglich, das persönliche Daten zu stehlen oder Schadsoftware einzuschleusen. Bis ein Sicherheitspatch in einem System-Update verfügbar ist, sollten Nutzer Bluetooth am besten ausschalten.
zeit.de

Smart Meter lohnt sich in den meisten Fällen nicht: Smart Meter kosten etwa 100 Euro und sollen dabei helfen die Stromkosten von Verbrauchern zu senken. In der Praxis ist dies allerdings schwieriger als gedacht, denn es gibt nur wenige Anbieter, die passende Tarife anbieten, zu denen das Smart Meter schalten könnte. Selbst wer günstigen Nachtstrom bezieht, kann die Kosten des Smart Meters erst kompensieren, wenn er ein E-Auto für 10.000 Kilometer in den dunklen Stunden lädt. Für die Durchschnittsverbraucher lohnen sich Smart Meter noch nicht.
zeit.de

Apple meldet Patent für selbstkonfigurierendes Smart-Home-System an: Tech-Gigant Apple hat ein Patent angemeldet, das sich mit Smart-Home-Geräten selbst konfigurieren könnte. Bisher ist dies eine Herausforderung, da Geräte verschiedener Anwender unterschiedliche Protokolle nutzen. Apple will allerdings einen Weg gefunden haben, um dieses Problem zu umschiffen. Es soll alle Geräte automatisch erkennen können und die entsprechende Synchronisation umsetzen.
theverge.com

Werbemarkt: Was Digital Signage mit “Smart Things” zu schaffen hat it-markt.ch
Smart Homes: Why Can’t My Dishwasher Program My TV? iotforall.com
Smart-Space-Autohaus: “Auch die reale Welt hat noch eine Relevanz” automobilwoche.de
Bug: Static password in Smart Software Manager – patch now, says Cisco zdnet.com

ZAHL DER WOCHE

Bis 2030 werden Smart-City-Projekte ein Marktvolumen in Höhe von 47 Milliarden Euro erreichen.
marktforschung.de

HINTERGRUND

Smart Cities brauchen einen guten Plan – nicht nur Technologie: Das Potenzial das Stadtleben für Menschen durch Sensoren und automatisierte Systeme angenehmer zu gestalten, ist groß. Doch für eine erfolgreiche Umsetzung einer Smart City reicht es nicht nur die Technologie einzusetzen. Mit ihr ergeben sich nämlich eine Reihe von Herausforderungen – von der Bürgerakzeptanz über Hacking-Angriffe bis hin zu Datenschutzrichtlinien gibt es viele Aspekte, auf die Städte schnell reagieren müssen. Es braucht dafür die richtigen Ingenieure, die Entschlackung von Prozessen sowie agile Arbeitsmethoden, um im Zweifel schnell auf Probleme reagieren zu können.
netzwoche.ch

Golfstaaten haben ambitionierte Smart-City-Pläne: Die Golfstaaten setzen immer mehr Technologien im Stadtbereich ein – gegenwärtig hat Dubai den Vorsprung in der Region. Mit Abu Dhabi setzen die Vereinigten Arabischen Emirate einen Akzent in der Entwicklung von Smart-City-Konzepten – vor allem, um die Konsequenzen des hohen Verkehrsaufkommens zu kontrollieren. Doch auch Kuwait startet eine Reihe von eigenen Initiativen. Saudi-Arabien hat einen ambitionierten Plan aufgesetzt, der bis 2030 den Stadtalltag tiefgreifend verändern könnte. Flankierung für die Smart-City-Ideen gibt es von der Politik.
arabnews.com

ZITAT

“Dennoch ist es Realität, dass bei grösseren Smart-City-Projekten ein Abwägen erfolgen muss: Wie gross ist der Nutzen für den Bürger, und wie viel Privatsphäre sind die Bürger dafür bereit aufzugeben? Die Bereitschaft, freiwillig Daten zur Verfügung zu stellen, variiert stark.”
Jonas Schmid, Head of Smart City & Business Development bei Akenza über den Weg zur Smart City.
netzwoche.ch

NOT SO SMART…

Rheinland-Pfalz sieht IoT für den Informatikunterricht vor: An 21 Schulen in Rheinland-Pfalz sollen Schüler im Informatikunterricht an das Internet der Dinge (IoT) herangeführt werden. Dabei sollen sich auch eigene Prototypen entwickeln. Die Jugendlichen sollen lernen, wie Sprachsysteme und vernetzte Smart-Home-Anwendungen funktionieren. Bisher sahen die Lehrpläne keine Ausbildung im Bereich der neuen Technologien vor.
funkschau.de

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